Aluminiumsimulatoren und Schutzkleidung von Walter Neubauer

Für das Messertraining verwenden wir sehr gerne Alusimulatoren, da diese Pflegeleicht sind und einem das arbeiten Schneide auf Schneide nicht gleich mit hässlichen tiefen Scharten vergelten.
Leider gibt meines Wissens jedoch nur einen einzigen Webshop der Alusimulatoren vertreibt.
Dachte ich zumindest, bis Pascal den Kontakt zu Walter Neubauer, dem Produzenten der Aluminiumsimulatoren, herstellte. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Pascal.

Das tolle daran ist, das man bei Walter Neubauer direkt bestellen kann. Die Angebotspalette der Aluminiumsimulatoren umfasst Lange Messer, Dussacke und Lange Schwerter (vielleicht auch mehr?). Wobei Herr Neubauer offen für individuelle Wünsche ist. So bietet er z.B Griffschalen aus verschiedenen hölzern an, es besteht die Wahl zwischen Wehrnagel und Wehrbügel, Hohlkehle oder flacher Klinge, etc. Bei Interesse einfach mal nachfragen inwieweit Eure Vorstellungen realisierbar sind.

Herrn Neubauer vertreibt nicht nur Alusimulatoren, sondern hat auch ein umfangreiches Angebot an Schutzkleidung verschiedenster Hersteller, die er zu recht attraktiven Preisen vertreibt.

Wir empfanden den Kontakt zu Herrn Neubauer als sehr angenehm, die Lieferung unserer zwei bisherigen Bestellungen erfolgte zum angekündigten Termin, bzw. früher und die Messer sind sauber verarbeitet.

Leider verfügt Herr Neubauer über keine Webseite. Man kann ihn jedoch per Mail kontaktieren und sich über die Simulatoren informieren, bzw. sich die Schutzkleidung betreffenden PDF Kataloge zuschicken lassen. Kontaktieren kann man Herrn Neubauer über: walter.neubauer@freenet.de

Schnuppertag Juni 2016

Aufgrund zahlreicher Nachfragen, haben wir uns entschlossen den Schnuppertag zweimal jährlich zu veranstalten. Und so fand am 18.6.2016 der zweite offene Schnuppertag beim Twerchhau e.V. statt.
Trotz der vielen Nachfragen waren wir über die hohe Anzahl der Anmeldungen freudig überrascht. Sehr erfreut waren wir auch über den hohen Anteil von Frauen unter den Interessierten. Etwa ein Drittel der angemeldeten waren Frauen.
Angeboten wurden zweistündige Einführungskurse in das Fechten mit dem Langen Schwert, dem Langen Messer, dem Dolch und Schwert und Buckler.
Wobei das Ziel nicht war den Teilnehmern etwas beizubringen, sondern Ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln was mit den Waffen möglich ist, bzw. Ihnen eine Vorstellung von der Handhabung der jeweiligen Waffe zu vermitteln.
Vielen Dank an die Gäste die den Termin wahr genommen haben, die Helfer vom Twerchhau e.V., und nicht zu vergessen, die Trainer.
Hier noch ein paar Eindrücke der Veranstaltung.

Einladung zum Schnuppertag am 29. Oktober 2016

plakat-schnuppertag-2016-2_72Der Twerchhau e. V. lädt herzlich ein zum Schnuppertag am 29. Oktober 2016.
In ca. 2,5-stündigen Einführungskursen wird das Fechten mit verschiedenen Waffen vorgestellt und fachkundig angeleitet. Angeboten werden das Historische Fechten mit dem Langen Schwert, dem Langen Messer, dem Schwert und Buckler und dem Dolch.
Die Kurse sind teilnehmerbegrenzt auf 15 Personen. Wir bitten um Verständnis, wenn vielleicht nicht alle gewünschten Waffen an dem Tag ausprobiert werden können. Es besteht die Möglichkeit, an einem regulärem Training zur Probe teilzunehmen. Das Mindestalter ist 14 Jahre. Mitzubringen sind Verpflegung, Trainingskleidung und Hallenschuhe. Die Teilnahme ist kostenlos.
Termin: 29. Oktober 2016, 10.00 – 16.00 Uhr
Ort: Sporthalle der Röntgenschule, Wildenbruchstr. 53 in 12435 Berlin. Der Eingang zur Halle befindet sich jedoch einmal um den Häuserblock herum, in der Bouchéstraße 76, 12435 Berlin. (Das Tor zur Hofeinfahrt, welches leider über keine Hausnummer verfügt).
Anmeldung unter Doodle – Anmeldeschluss ist der 25.10.16.

Die zeitliche Verteilung der Schnupperkurse werden wir erst kurz vor der Veranstaltung festlegen, da wir dazu erst wissen müssen wieviele Interessierte sich für welche Waffengattungen finden. Wenn Ihr nachdem Ihr Euch bei Doodle eingetragen habt, eine Mail an Vorstand@twerchhau.de schreibt, werden wir Euch ein paar Tage vor der Veransatltung den Ablaufplan gern zukommen lassen.

Wir freuen uns auch Euch.

Besuch bei Drey Wunder in Bielefeld

Vor etwa einem Jahr hat sich ein Kontakt zu Henrik von den Drey Wunder Bielefeld entwickelt, der dann irgendwann zu dem Punkt kam, „Wir müssten mal was zusammen machen!“stichtag_2015_gruppe
Nach einer Weile hin und her, hatten wir dann irgendwann einen Termin gefunden und ein Wochenende vereinbart, an dem wir uns über den Dolch austauschen wollten. „Besuch bei Drey Wunder in Bielefeld“ weiterlesen

Einen Polsterdolch fertigen

IMG_8497Eigentlich bin ich mit dem Kuscheldolch, den wir für den Freikampf verwenden recht zufrieden. Man kann mit ihm in den Gegenüber voll rein gehen, ohne diesen zu verletzen.
Im Training jedoch, gerade wenn man den Schild oder ähnliche Material beanspruchende Techniken ausführt, erweist er sich als nicht all zu langlebig.
Weswegen ich nach einer anderen Simulatorlösung gesucht habe. Ich möchte gern einen Übungsdolch haben der einen festen Korpus hat, um den Schild, das Überstechen, Entwaffnungen, etc. vernünftig trainieren zu können. Er sollte aber auch im Stich möglichst nicht all zu hart und vor allem etwas langlebiger sein.IMG_8503
Alles was wir dafür benötigen sind ein paar Rundhölzer, Stoffreste, ein festes Klebeband und etwas Rohrisolierung. In Bezug auf die Rundstäbe habe ich mich für Buche entschieden. Bei Fichte oder ähnlichem Material habe ich Angst, dass der Stab vielleicht bei der Ausführung eines Schildes brechen könnte und man es evtl. aufgrund der Ummantelung nicht bemerkt. Sich dann aber bei dem nächsten Stich der ausgeführt wird, die Spitze Bruchstelle vorn durch schiebt und man den Gegenüber dabei wirklich verletzt.

IMG_8505Zunächst habe ich die Rundhölzer, welche jeweils einen Meter lang sind, in drei Stücke zerteilt. Anschließend habe ich ein gekürztes Rundholz neben die Rohrisolierung gelegt und diese so gekürzt das ich vorn einen größeren und hinten einen wesentlich kleineren Überstand an Rohrisolierung habe.
Der Überstand bildet am fertigen Simulator die Polsterzonen, die im Stich oder beim Knaufstoß die übertragene Energie abmildern soll. „Einen Polsterdolch fertigen“ weiterlesen

Dolch vs. Dolchsimulator

Die von uns im Training verwendeten Scheibendolchsimulatoren sind eine feine Sache. Sie ermöglichen uns ein relativ sicheres Training, im

Der Schild. Oben mit einem kurzen Dolch, oben mit einem längeren.
Der Schild. Oben mit einem kurzen Dolch, oben mit einem längeren.

Gegensatz zu einen Scheibendolch (im folgendem nur noch Dolch) sind sie preiswert in der Anschaffung und sie sind schnell verfügbar.
Sie haben aber auch einen entscheidenden Nachteil. Sie verfälschen den Umgang mit dem Dolch. Das merkt man spätestens dann, wenn man mal einen spitzen drei, oder vierkantigen Dolch in der Hand hat und ein wenig mit ihm spielt.
Macht man mit dem Dolch einen Schild, oder will eine Schäre ansetzen, mag man gar nicht mehr so unbedacht zum eigenen Ort greifen, wie wie man es vom Training mit dem Dolchsimulator gewöhnt ist.
Plötzlich wird einem bewusst das der eigene Ort ein erhebliches Selbstverletzungsrisiko darstellt. So das man gezwungen ist zu überlegen, wie man zum vorderen Teil der eigenen Klinge greifen kann ohne sich dabei am Ort zu verletzen.
Ebenso sind die Abmaße des eigenen Dolches auf einmal entscheidend für das was mit ihm möglich ist. Sei es die Größe der hinteren Scheibe oder die Länge der Klinge.

Ist die hintere Scheibe etwas größer (probiert mit einem Scheibendurchmesser von 6,5 cm), beeinflusst das die Führung des Mittelstichs. Mit einem Dolchsimulator, der nur eine rudimentäre hintere Scheibe besitzt, kann man den Mittelstich ziemlich gerade stechen. Mit einem Scheibendolch der eine etwas größere hintere Scheibe besitzt, sind die Mittelstiche nur noch

Mit dem oberen kurzen Dolch kann man, obwohl er ebenfalls eine größere Scheibe besitzt, aufgrund des breiten Griffs noch gerade nach vorn stechen. Bei dem unteren kann man den Dolch aufgrund der großen Scheibe und dem schmalen Griff dabei nicht mehr vernünftig greifen.
Mit dem oberen kurzen Dolch kann man, obwohl er ebenfalls eine größere Scheibe besitzt, aufgrund des breiten Griffs noch gerade nach vorn stechen. Bei dem unteren kann man den Dolch aufgrund der großen Scheibe und dem schmalen Griff dabei nicht mehr vernünftig greifen.

Bogenförmig möglich. Die hintere Scheibe lässt es nicht zu den Dolch mit gestrecktem Arm nach vorn zu halten und den Griff dabei fest zu packen. Da die Hand den Griff aufgrund der störenden Scheibe nicht mehr voll umschließen kann, ist es so nur noch möglich den Griff locker in den Fingern zu halten.

Die Länge der Klinge ist entscheidend dafür welche Techniken mit dem Dolch umsetzbar sind. Will man eine Technik ausführen bei der man zum eigenen Ort greift, muss der Dolch über die dafür nötige Länge verfügen. Das gilt sowohl für Techniken wie den Schild, bei der man mit der Klinge abnimmt. Als auch für Techniken bei denen man mit der Klinge Arm oder Bein umschließt und anschließend mit der freien Hand zur eigenen Klinge greift.

Bei dem obrigen kürzeren Dolch mag man mit der freien Hand nicht mehr so recht in die vordere hervorragende Klinge greifen.
Bei dem obrigen kürzeren Dolch mag man mit der freien Hand nicht mehr so recht in die vordere hervorragende Klinge greifen.

Umgreift man seinen Dolch beim Schild mit der freien Hand am vorderen Klingenteil muss genug Klinge übrig bleiben um den gegnerischen Stich darauf aufzunehmen.
Ist beim Schild die bloße Klinge zwischen unseren Händen zu kurz, kann es passieren das man die Stich statt mit der Klinge, mit der Hand aufnimmt. Was einem zum Schaden gereichen könnte.
Umschließt man ein gegnerisches Glied mit dem Dolch und will ihn nun im vorderen Teil greifen, ist das ziemlich schwierig wenn nur der Ort hinter der Gliedmaße hervorlugt.

Wie Lang muss denn ein Dolch nun sein, wenn man damit „alle“ Techniken ausführen will? Das kommt drauf an 😉 Abgesehen von der Größe der eigenen Hände mag jeder auch ein unterschiedliches Gefühl dafür haben was ihm beim greifen noch sicher erscheint. Für mich persönlich ist eine Klingenlänge von 21,5 cm gerade noch händelbar, aber eigentlich schon zu klein. 27,5 cm dagegen finde ich sehr angenehm (Das sind die Längen die ich gerade zur Hand habe).
Damit will ich aber nicht sagen das kürzere Dolche Mist sind und man mit ihnen nichts anfangen kann. Auch mit ihnen kann man eine Menge Techniken ausführen. Und ein zu langer Dolch kann ebenfalls ein Problem darstellen und schränkt seinerseits in der Auswahl der möglichen Techniken ein.

Arbeiten am Stichkreuz

Am Stichkreuz kann man das Durchwechseln der Stich üben. Wird ein Stich versetzt, wechselt man sofort zur nächsten Blöse. Das Stichkreuz bietet uns die Möglichkeit dies ohne Partner an einem Dummy zu üben. Dafür kann man sich alle möglichen Kombinationen einfallen lassen. In dem kurzen Video will ein ein paar Beispiele dazu zeigen.

[yframe  url=’http://www.youtube.com/watch?v=rBpCf_d6D34&feature=youtu.be‘]

Dolchfechten – Ein Stichkreuz fertigen

Das Stichkreuz ist ein Dummy an dem man das Durchwechseln der Stiche üben, und zugleich die Unterarme Abhärten kann.

Für den Bau des Stichkreuzes benötigen wir folgende Materialien:

Ein Vierkantholz von einem Meter Länge und einem Querschnitt von 60 x 60 cm
Holzleim
Holzschrauben 50 mm
Rohrisolierung
Gaffa Tape
Vier stabile Metallwinkel aus Flachstahl
Schrauben und Muttern
Dübel und Schrauben

An Werkzeug benötigen wir das folgendes:

Einen Fuchsschwanz oder ähnliches
Einen Hammer
Zieheisen
Schleifpapier
Stecheisen
Bohrmaschine nebst Holzbohrer
Akkuschrauber, oder Drehzahlreguliebare Bohrmaschine
Winkeleisen
Zollstock
Bleistift
Ein Scharfes Messer oder Cuttermesser
Zwei Maulschlüssel

Haben wir alles beisammen nehmen wir uns zunächst den Balken vor. Wir sägen ihn dergestalt zurecht das wir zwei Stücke mit einer Länge von ca. 50 cm haben. Um die beiden Balken miteinander zu einem stabilen Kreuz zu verbinden, müssen wir aus beiden Balken ein Stück ausklinken.
Damit die Konstruktion nicht krumm und schief wird, ermitteln wir zunächst bei beiden Balken die Mitte und zeichnen an was aus dem Balken weggenommen werden muss. Dabei müssen wir so genau wie möglich arbeiten. Denn nehmen wir zu viel weg haben die Balken keinen rechten Halt ineinander. Nehmen wir zu wenig weg, wird es den Balken zersprengen wenn wir sie ineinander fügen. Sie sollen stramm sitzen wenn wir sie ineinander fügen, so das wir ein wenig mit dem Hammer nachhelfen müssen, wenn wir sie ineinander stecken. Müssen wir jedoch zu viel Gewalt anwenden, wird es sie wie gesagt zerreißen. Sollte doch etwas Spiel entstehen, kann man das korrigieren indem man Keile einsetzt.

Stichkreuzbau_00Mit einem Zollstock ermitteln wir bei beiden Balken die Mitte und markieren sie mit dem Bleistift. Von der markierten Mitte messen wir jeweils die Hälfte der Balkenstärke, als 3 cm nach links und nach rechts und markieren auch diese Stellen mit dem Bleistift. Mit dem Winkeleisen ziehen wir an den links und rechts der Mitte markierten Stellen einen Strich quer über den Balken.
Wenn die nun so markierte Seite des Balken dessen Oberfläche darstellt, führen wir mit Hilfe des Winkeleisens die Striche auch auf den Balkenseiten links und rechts der Oberfläche weiter.

Stichkreuzbau_01Wenden wir uns den beiden Balkenseiten links und rechts der Oberfläche zu. Mit dem Zollstock ermitteln wir die Mitte der beiden Striche die den Balken quer durch teilen und markieren sie mit dem Bleistift. Die beiden markierten Stellen verbinden wir nun mit Hilfe eines Lineals mit einem geraden Bleistiftstrich. So das wir zwei Rechtecke geschaffen haben. So verfahren wir auf beiden Seiten des Balken.

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Stichkreuzbau_03Die oberen Rechtecke die der Oberfläche zunächst sind, markieren wir auf beiden Balkenseiten in dem wir sie mit dem Bleistift durchkreuzen. Ebenso machen wir ein Kreuz durch durch die gesamte markierte Stelle auf der Balkenoberseite. So haben wir die Stelle markiert die wir aus dem Holz herausnehmen müssen. Mit dem Fuchsschwanz oder der Feinsäge, sägen wir nun auf der Balkenoberseite entlang der zwei Linien bis zur markierten Mittellinie der Balkenseiten.

Stichkreuzbau_04Wobei wir darauf achten müssen die Säge gerade zu halten, um nicht auf einer Seite tiefer zu sägen als auf der anderen. Wir sollten beim Sägen immer wieder zwischendurch überprüfen ob wir nicht auf einer Seite zu tief kommen und das gegebenenfalls umgehend korrigieren.
Betrachten wir die Balken nun von der Seite, sehen wir eine Bleistiftlinie welche die beiden Sägeschnitte waagerecht verbindet. Entlang dieser Bleistiftstriche arbeiten wir nun mit dem Stecheisen eine erste Linie herein.Stichkreuzbau_05Beim Einstechen des Stecheisens schlagen wir mit unserem Handballen auf das Endes des Eisens um ihm etwas NachdrStichkreuzbau_04uck zu geben. Unbedingt müssen wir auch darauf achten, das Stecheisen wirklich gerade eindringen zu lassen. Wenn es seitlich im Balken weg wandert, bekommen wir keine saubere und gerade Aussparung. Haben wir uns dem Strich entlang gearbeitet, arbeiten wir mit dem Stecheisen von der Seite die wir anschließend herausarbeiten wollen, in Richtung der eben gestochenen Linie einen Keil aus dem Holz heraus. Das machen wir auf beiden Seiten des Balken.

Stichkreuzbau_05Nun machen wir uns daran die mit Bleistift markierte Stelle des Balken aus dem Holz heraus zu nehmen. Dazu arbeiten wir uns mit dem Stecheisen und einem Hammer entlang der Linie tiefer ins HolzStichkreuzbau_05. Wobei wir immer wieder die Balkenseite wechseln, ein paar Hammerschläge auf der linken Balkenseite, dann ein paar Hammerschläge auf der rechten Balkenseite. So was wir uns von beiden Seiten auf die Mitte zuarbeiten.

Stichkreuzbau_06Nun fügen wir die beiden ausgeklinckten Teil ineinander um zu überprüfen ob sie passen. Sollten sie nicht passen, müssen wir stellenweise noch etwas nacharbeiten, indem wir mit dem Eisen noch etwas Material wegnehmen. Sollten wir zu viel weggenommen haben und die Verbindung somit etwas wacklig sein, können wir versuchen dünne Holzleistchen, oder Keile dazwischen zu schieben / schlagen um dem ganzen so etwas mehr Spannung zu verschaffen.

Stichkreuzbau_08

Passt alles so wie wie es soll, nehmen wir uns einen dünnen Holzbohrer und einen Aufreiber zur Hand. Mit dem Holzbohrer, der auf jeden Fall dünner als die anschließend einzusetzende Schraube sein muss, durchbohren wir die den oben liegenden Balken. Dabei sollten wir die Balken aufeinander legen, da dann die Rückseite der Bohrung nicht so ausreißt.

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Stichkreuzbau_09Ist die Bohrung gesetzt, nehmen wir den Aufreiber zur Hand und bearbeiten die Bohrung damit dergestalt das der Schraubenkopf im Holz verschwindet, wenn wir die Schraube hinein drehen. Ist das erledigt, nehmen wir die Balken noch einmal auseinander. Bringen Leim auf beide Balken auf, stecken sie wieder ineinander und drehen die Schrauben hinein.

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Stichkreuzbau_10Als nächstes runden wir die Kanten des Balkens ab, um Verletzungen beim Trainieren zu vermeiden, Dazu nehmen wir einen Fuchsschwanz, oder eine Feinsäge und das Zieheisen zur Hand. Die Säge brauchen wir um die Balken in den Winkeln des Kreuzes ein wenig einzusägen. Sonst würden wir, wenn wir mit dem Zieheisen Richtung Balkenwinkel arbeiten, das Holz dort ausbrechen müssen.

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Stichkreuzbau_12Wenn wir die Balkenkanten abrunden, müssen wir vor allem auf der Vorderseite möglichst rund arbeiten, hier macht es auch nichts wenn der Balken, bzw. das Kreuz von vorn ein komplett rundes Bild erhält. An den hinteren Kanten müssen wir lang nicht so viel weg nehmen. Sollten es sogar gar nicht tun.

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Stichkreuzbau_13Auf der Rückseite brauchen wir eine ebene Balkenfläche um die Aufhängung daran zu befestigen. Wie groß die ebene Fläche sein muss hängt von der Art der Aufhängung ab. Nachdem wir mit den Rundungen soweit zufrieden sind, glätten wir sie abschließend mit einem Stück Schleifpapier.
Sind die Kanten zu unserer Zufriedenheit abgerundet, können wir die  Aufhängung befestigen. Ich habe mich für ein Konstrukt aus vier stabilen Winkeln entschieden. Das ich nachher an der Wand festschrauben will.

Stichkreuzbau_17Ist ein paar der Winkel befestigt, kommen wir zur Polsterung. Dazu ziehen wir die Rohrisolierung über die Balken und schneiden sie an den Winkeln aus. Ebenso passen wir die Isolierung an den Stoßstellen des Kreuzes an, damit sie möglichst sauber aneinander stößt.
Ist das zu unserer Zufriedenheit getan, ziehen wir die Naht stellen zusammen und fixieren sie mit dem Tape.
Um anschließend die gesamte Rohrisolierung straff mit Tape zum umwickeln.
Anschließend noch das zweite Paar Winkel mit dem ersten koppeln, um so die Aufhängung herzustellen. An die Wand schrauben und fertig.

Berlin Buckler Bouts # 2

buckler_bouts_june_2013-klein Am 1. und 2.6.13 fand das zweite Berlin Buckler Bouts statt. Bei den Berlin Buckler Bouts handelt es sich um eine Veranstaltung die zweimal im Jahr, um das erste Juni und das erste Dezemberwochenende herum, gemeinsam von Roland Warzecha und dem Twerchhau e.V. ausgerichtet wird.
Inhalt der Veranstaltung ist der Freikampf mit Schwert und Buckler. Wobei nicht der Wettkampf gegeneinander im Vordergrund steht. Sondern viel mehr das miteinander lernen und verbessern der eigenen fechterischen Fertigkeiten.
Zu dem Zweck werden die Freigefechte auch nicht unter voller Geschwindigkeit, sondern in reduzierter Geschwindigkeit ausgetragen. Wobei Roland den einzelnen Fechtern unermüdlich mit Ratschlägen zur Verbesserung ihrer fechterischen Fähigkeiten zur Seite stand.
Auch diesmal war die Veranstaltung wieder gut besucht und die knapp dreißig Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, Frankreich und Dänemark haben die Veranstaltung mit ihren fechterischen Fertigkeiten zu einem Event gemacht das ich nicht mehr missen möchte.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Roland und all die Fechter die sich auf den Weg nach Berlin gemacht haben um miteinander ein tolle Wochenende voller Freigefechte zu verbringen.

Hier noch ein kurzer Videozusammenschnitt und ein paar Bilder der Veranstaltung.

Dolchfechten – Der mittelalterliche Kampf mit dem Dolch nach Meister Talhoffer

Ralf und ich haben ein Buch über das Dolchfechten geschrieben. Neben ein paar prinzipiellen Worten zum Dolchfechten geht es darin vor allem um unsere Interpretation der Dolchtechniken die uns Meister Hans Talhoffer in seinen Schriften überliefert hat.
So stellen wir in dem Buch unsere Interpretationen seiner Techniken vor und erläutern diese Schritt für Schritt. Als Quelle dienten uns alle seine Schriften die uns zugänglich waren, namentlich das Ms. Chart. A558, das KK 5342, das Thott 290 2° und der Cod. Icon. 394a. Ab dem 5.11.2012 wird gute Stück im Buchhandel erhältlich sein.
Wir hoffen das Buch gefällt und nützt Euch.

Dolchfechten
Der mittelalterliche Kampf mit dem Dolch nach Meister Talhoffer
Clemens Nimscholz und Ralf Schoetzau
Wieland Verlag
ISBN-10: 3938711515
ISBN-13: 978-3938711514
Euro: 39,90