F3 Plastron von Akademia Broni

Mit den Fechtmeisterwesten von Allstar war ich ja nie so richtig glücklich. Für sie spricht natürlich der Schutz gegen Stiche welchen sie auch bei relativ steifen Klingen wie dem I.33 von Albion bietet. Ein klarer Nachteil sind jedoch sowohl das Klima welches sich in den Fechtmeisterwesten bildet (Ich fühle

mich immer schon nach kurzer Zeit als würde ich in den Tropen fechten). Als auch der eng geschnittene Schulterbereich, der Bewegungen oberhalb des eigenen Schultergürtels doch arg einengt. Ein Ochs lässt sich faktisch nicht ohne gewaltige Kraftanstrengung einnehmen.
Zumindest wenn man die Weste passend bestellt 🙁 Inzwischen weiß ich das man sie auch in Untersetzt bestellen kann. Da hat man dann im Schulterbereich wesentlich mehr Platz. Das Klimaproblem bleibt jedoch bestehen.

Jedenfalls habe ich mich wegen der Unzufriedenheit nach anderen Lösungen umgesehen. Was ich dabei primär gesucht habe war ein leichter Oberkörperschutz in dem ich mich sowohl bewegen als auch Atmen kann. Der mich aber zugleich vor schweren Verletzungen durch Stiche schützt.
Durch Empfehlungen bin ich bei der Akademia Broni gelandet. Dort wird ein Oberkörperschutz angeboten welcher aus zwei Komponenten besteht. Einem Polsterwams, KURTKA STANDARD F3 oder KURTKA TRENER F3 und einem Plastron, PLASTRON F3 2008, den man noch darüber ziehen kann um auch

gegen heftige Attacken ausreichend geschützt zu sein.
Ich habe mich erst mal dazu entschlossen nur den Plastron zu bestellen, da er allein schon einen ausreichenden Stichschutz für leichtes Sparring bieten soll.
Am Montag ist das begehrte Teil dann endlich angekommen. Zuerst war ich ja skeptisch weil der Plaston wirklich ultraleicht, und ziemlich dünn ist.
Abends beim Training war ich dann jedoch sehr positiv überrascht. In den ersten Tests zeigte der Plastron eine sehr gute Schutzwirkung gegen Stiche. Mal sehen wie er sich weiterhin bewährt. Aber ich bin auf jeden Fall mit dem Kauf sehr zufrieden und werde mir auch noch die Kurtka dazu holen.
Der Kontakt mit Marcin, dem Shopbesitzer ist auch sehr freundlich und unkompliziert. Falls Interesse besteht, hier geht es zum Shop von Akademia Broni.

Vereins internes Ringseminar mit Thore Wilkens

Um unser vor kurzem begonnenes Ringtraining auf eine vernünftige Basis zu stellen, haben wir Thore Wilkens (Trainer bei Blossfechter Chemnitz) gebeten für uns ein Vereins internes Seminar zum Thema Ringen zu veranstalten.
Zu unserer Freude hatte er zugesagt und am 25., 26. und 27.11.11 war es dann endlich soweit. Begonnen hat das Seminar am Freitag Abend mit einem Vortrag von Thore mit anschließender Diskussion. Inhaltlich setzte sich Vortrag mit dem Vorgehen beim Interpretieren der Schriften  mittelalterlicher Fechtmeister auseinander.
Dabei stellte Thore Methoden zur Erschließung des Inhaltes der Handschriften vor, gab Ratschläge wie man vorgehen kann, wenn man den Verdacht hat das sich ein Kopist vertan hat (was vorkommt), zeigte verschiedene Fallen auf in die man leicht laufen kann und vieles mehr.
Am Samstag begann dann der Bewegungsintensive Teil des Seminars. Nach einem gründlichem Aufwärmen nebst verschiedenen Übungen zur Kräftigung der Muskulatur, begann das Training mit einer gründlichen Fallschule in der Thore die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigte einen Sturz abzufangen. Was wir dann auch gleich gründlich üben durften.
Anschließend kamen wir zu den Ringstücken, genauer den Twirchstücken des Codex Wallerstein. Mit den Twirchstücken beschäftigten wir uns dann auch bis zum späten Nachmittag. Thore erklärte die einzelnen Techniken dabei sehr ausführlich Stück für Stück und stellte sich dabei sehr umsichtig auf den Trainingsstand der einzelnen Seminarteilnehmer ein. So das jeder in der Lage war sich die alles andere als leichten Techniken zu erarbeiten. Auch wenn es natürlich noch einiges daran zu üben gibt. Anschließend beendeten wir den Samstag mit einem gemeinsamen essen nach dem alle nur noch ins Bett wollten.
Am Sonntag ging es nach einem Erwärmen und dem wiederholen der Fallschule weiter an die Twirchstücke. Nur das die Glieder viel schwerer waren als am Tag davor und jeder Muskel schmerzte. Am Ende des Seminars gab Thore noch mal eine Zusammenfassung des am Wochenende erlernten. Wobei er auch auf die Möglichkeiten einging im Ringen Schläge anzubringen und wie man mit diesen umgeht.

Warum der Bericht wo es sich doch um eine Vereins interne Veranstaltung handelte? Um Appetit zu machen. Da wir alle von Thores Art zu unterrichten und dem Seminar im allgemeinen ziemlich begeistert waren, wollen wir das Seminar im nächsten Jahr wiederholen, bzw. ein weiteres veranstalten. Diesmal jedoch für alle interessierten zugänglich.

Buckler Seminar mit Roland Warzecha – Rückblick

Am 26.- und 27.3.2011 hat Roland Warzecha in Berlin ein Seminar zu den Grundlagen des Bucklerfechtens abgehalten. Inhaltlich ging es dabei nicht primär um das Erlernen einzelner Spiele des I.33. Sondern um Grundlegende Prinzipien des Bucklerfechtens, bzw. im allgemeinen Umgang mit scharfen Hiebwaffen.

Samstag ging es vor allem erst mal um eben diese Grundlagen. Am Anfang wurden die Prinzipien der Biomechanik vermittelt, wie richte ich mich kraftvoll zum Gegner aus, wie muss ich auf den Gegenüber zugehen um ihn in einem für ihn ungünstigen Winkel anzugehen, wie erzeuge ich Druck und wie halte ich diesem Stand. Weiter ging es dann mit den Grundlagen des Bucklerfechtens. Wie führe ich das Schwert richtig, wie setzt man gute Bucklerschläge, welche Fußarbeit ist im Umgang mit Schwert und Buckler sinnvoll, wie überbinde ich die Klinge meines Gegenüber und wie beantworte ich eine Überbindung. Und vieles mehr.

Am Sonntag ging es dann um Angriffe aus verschiedenen Huten und wie man sie kontert. Gegen Ende des Seminars haben wir noch ein paar kontrollierte Freikämpfe gemacht. Kontrolliert heißt in dem Fall, es wurde nur mit halber Geschwindigkeit gefochten. Was auch recht gut geklappt und viel Freude bereitet hat.

Das Seminar war wirklich sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht. Rolands Unterricht hat durch fundiertes Fachwissen und eine nette und anschauliche Art die Themen zu vermitteln überzeugt.

Wir werden das Seminar auf jeden Fall nächstes Jahr fortführen. So das wir Roland bitten werden im nächsten Jahr ein Seminar zu halten welches auf dem diesjährigen aufbaut. Ich kann allen an der Kunst des Bucklerfechtens interessierten ein Seminar mit Roland wärmstens empfehlen, es wird euch ein gutes Stück vorwärts bringen. Und falls es für euch bis Berlin zu weit ist, ladet ihn einfach zu eurem Heimatort als Trainer ein 🙂

Freikampfdolch

für ungebremste Stichübungen und den Freikampf haben wir uns Dolche gebastelt. Das wichtigste war für uns, unseren Trainingspartner mit einem Stich, wenn er denn mal relativ ungebremst ins Ziel kommt, nicht zu verletzen. Gleichzeitig sollte er aber auch möglichst steif sein um wenigstens den Ansatz eines Hebels so erfolgreich wie möglich umsetzen zu können.
Die erste Version die ich gemacht hatte war nur aus Wollstoff und Tesa gefertigt. Die sind eigentlich schon gar nicht so schlecht. Aber im oberen Teil hatte ich mir doch noch etwas mehr Steifigkeit gewünscht. So habe ich das ganze noch mal überdacht und nun im oberen Teil einen Kern aus Zeitungspapier mit eingearbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich recht zufrieden. Natürlich ist es nur ein Provisorium, aber dafür finde ich ein recht brauchbares. Der obere Teil des Dolchs ist doch recht steif und der Ort recht weich. Wir werden aber versuchen den „Dolch“ noch mehr zu optimieren. So hätte ich z.B. auch ganz gerne noch ein paar Scheiben an ihm.
Beim durch klicken der Bilder erscheint dazu eine Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte.

Berliner Fechtwochenende

Am 20.11 und 21.11 haben Die Drei Wunder und Twerchhau ein Trainingswochenende veranstaltet.
Ziel dieses Wochenendes war jedoch nicht primär das erlernen einzelner Techniken. Sondern vielmehr ging es darum mal Waffengattungen kennen zu lernen welche man sonst nicht trainiert. Nicht zu vergessen das die historischen Fechter in Berlin sich mal kennen lernen und einander näher kommen.
Aufgebaut war die Veranstaltung so das jeweils Samstag und Sonntag zwei bis drei Blöcke mit Übungseinheiten angeboten wurden, welche jeweils anderthalb Stunden gingen. Danach war jeweils noch Zeit für einen offenen Austausch, bzw. Freikampf.
So wurde Samstag zunächst durch einen Eskrimatrainer eine Einführung in die Grundlagen des Escrima gegeben. Anschließend gab es zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit Schwert und Buckler und in das Fechten mit dem Dolch.
Abgeschlossen wurde der Samstag durch einige Runden Freikampf mit verschiedenen Waffengattungen, wie Langes Schwert gegen Langes Schwert, Stockkampf, Bucklerfechten und Schwert und Buckler gegen das Lange Schwert.
Am Sonntag gab es als erstes eine Einführung in das Lange Schwert, danach wider zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit Schwert und Buckler und in das Fechten mit dem Dolch. Und als letztes Angebot, ebenfalls Zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit dem Rapier und in die Waffenlose Verteidigung.
Die uns noch verbleibende Zeit bis wir die Halle räumen mussten haben wir auch am Sonntag für den Freikampf verwendet.
Da die Veranstaltung allen sehr viel Spaß gemacht hat überlegen wir ob wir das ganze nicht zu einer regelmäßigen Veranstaltung machen wollen welche ein bis zwei mal im Jahr abgehalten werden soll.
Danke an alle.