Besuch bei Drey Wunder in Bielefeld

Vor etwa einem Jahr hat sich ein Kontakt zu Henrik von den Drey Wunder Bielefeld entwickelt, der dann irgendwann zu dem Punkt kam, „Wir müssten mal was zusammen machen!“stichtag_2015_gruppe
Nach einer Weile hin und her, hatten wir dann irgendwann einen Termin gefunden und ein Wochenende vereinbart, an dem wir uns über den Dolch austauschen wollten. „Besuch bei Drey Wunder in Bielefeld“ weiterlesen

Einen Polsterdolch fertigen

IMG_8497Eigentlich bin ich mit dem Kuscheldolch, den wir für den Freikampf verwenden recht zufrieden. Man kann mit ihm in den Gegenüber voll rein gehen, ohne diesen zu verletzen.
Im Training jedoch, gerade wenn man den Schild oder ähnliche Material beanspruchende Techniken ausführt, erweist er sich als nicht all zu langlebig.
Weswegen ich nach einer anderen Simulatorlösung gesucht habe. Ich möchte gern einen Übungsdolch haben der einen festen Korpus hat, um den Schild, das Überstechen, Entwaffnungen, etc. vernünftig trainieren zu können. Er sollte aber auch im Stich möglichst nicht all zu hart und vor allem etwas langlebiger sein.IMG_8503
Alles was wir dafür benötigen sind ein paar Rundhölzer, Stoffreste, ein festes Klebeband und etwas Rohrisolierung. In Bezug auf die Rundstäbe habe ich mich für Buche entschieden. Bei Fichte oder ähnlichem Material habe ich Angst, dass der Stab vielleicht bei der Ausführung eines Schildes brechen könnte und man es evtl. aufgrund der Ummantelung nicht bemerkt. Sich dann aber bei dem nächsten Stich der ausgeführt wird, die Spitze Bruchstelle vorn durch schiebt und man den Gegenüber dabei wirklich verletzt.

IMG_8505Zunächst habe ich die Rundhölzer, welche jeweils einen Meter lang sind, in drei Stücke zerteilt. Anschließend habe ich ein gekürztes Rundholz neben die Rohrisolierung gelegt und diese so gekürzt das ich vorn einen größeren und hinten einen wesentlich kleineren Überstand an Rohrisolierung habe.
Der Überstand bildet am fertigen Simulator die Polsterzonen, die im Stich oder beim Knaufstoß die übertragene Energie abmildern soll. „Einen Polsterdolch fertigen“ weiterlesen

Arbeiten am Stichkreuz

Am Stichkreuz kann man das Durchwechseln der Stich üben. Wird ein Stich versetzt, wechselt man sofort zur nächsten Blöse. Das Stichkreuz bietet uns die Möglichkeit dies ohne Partner an einem Dummy zu üben. Dafür kann man sich alle möglichen Kombinationen einfallen lassen. In dem kurzen Video will ein ein paar Beispiele dazu zeigen.

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Dolchfechten – Ein Stichkreuz fertigen

Das Stichkreuz ist ein Dummy an dem man das Durchwechseln der Stiche üben, und zugleich die Unterarme Abhärten kann.

Für den Bau des Stichkreuzes benötigen wir folgende Materialien:

Ein Vierkantholz von einem Meter Länge und einem Querschnitt von 60 x 60 cm
Holzleim
Holzschrauben 50 mm
Rohrisolierung
Gaffa Tape
Vier stabile Metallwinkel aus Flachstahl
Schrauben und Muttern
Dübel und Schrauben

An Werkzeug benötigen wir das folgendes:

Einen Fuchsschwanz oder ähnliches
Einen Hammer
Zieheisen
Schleifpapier
Stecheisen
Bohrmaschine nebst Holzbohrer
Akkuschrauber, oder Drehzahlreguliebare Bohrmaschine
Winkeleisen
Zollstock
Bleistift
Ein Scharfes Messer oder Cuttermesser
Zwei Maulschlüssel

Haben wir alles beisammen nehmen wir uns zunächst den Balken vor. Wir sägen ihn dergestalt zurecht das wir zwei Stücke mit einer Länge von ca. 50 cm haben. Um die beiden Balken miteinander zu einem stabilen Kreuz zu verbinden, müssen wir aus beiden Balken ein Stück ausklinken.
Damit die Konstruktion nicht krumm und schief wird, ermitteln wir zunächst bei beiden Balken die Mitte und zeichnen an was aus dem Balken weggenommen werden muss. Dabei müssen wir so genau wie möglich arbeiten. Denn nehmen wir zu viel weg haben die Balken keinen rechten Halt ineinander. Nehmen wir zu wenig weg, wird es den Balken zersprengen wenn wir sie ineinander fügen. Sie sollen stramm sitzen wenn wir sie ineinander fügen, so das wir ein wenig mit dem Hammer nachhelfen müssen, wenn wir sie ineinander stecken. Müssen wir jedoch zu viel Gewalt anwenden, wird es sie wie gesagt zerreißen. Sollte doch etwas Spiel entstehen, kann man das korrigieren indem man Keile einsetzt.

Stichkreuzbau_00Mit einem Zollstock ermitteln wir bei beiden Balken die Mitte und markieren sie mit dem Bleistift. Von der markierten Mitte messen wir jeweils die Hälfte der Balkenstärke, als 3 cm nach links und nach rechts und markieren auch diese Stellen mit dem Bleistift. Mit dem Winkeleisen ziehen wir an den links und rechts der Mitte markierten Stellen einen Strich quer über den Balken.
Wenn die nun so markierte Seite des Balken dessen Oberfläche darstellt, führen wir mit Hilfe des Winkeleisens die Striche auch auf den Balkenseiten links und rechts der Oberfläche weiter.

Stichkreuzbau_01Wenden wir uns den beiden Balkenseiten links und rechts der Oberfläche zu. Mit dem Zollstock ermitteln wir die Mitte der beiden Striche die den Balken quer durch teilen und markieren sie mit dem Bleistift. Die beiden markierten Stellen verbinden wir nun mit Hilfe eines Lineals mit einem geraden Bleistiftstrich. So das wir zwei Rechtecke geschaffen haben. So verfahren wir auf beiden Seiten des Balken.

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Stichkreuzbau_03Die oberen Rechtecke die der Oberfläche zunächst sind, markieren wir auf beiden Balkenseiten in dem wir sie mit dem Bleistift durchkreuzen. Ebenso machen wir ein Kreuz durch durch die gesamte markierte Stelle auf der Balkenoberseite. So haben wir die Stelle markiert die wir aus dem Holz herausnehmen müssen. Mit dem Fuchsschwanz oder der Feinsäge, sägen wir nun auf der Balkenoberseite entlang der zwei Linien bis zur markierten Mittellinie der Balkenseiten.

Stichkreuzbau_04Wobei wir darauf achten müssen die Säge gerade zu halten, um nicht auf einer Seite tiefer zu sägen als auf der anderen. Wir sollten beim Sägen immer wieder zwischendurch überprüfen ob wir nicht auf einer Seite zu tief kommen und das gegebenenfalls umgehend korrigieren.
Betrachten wir die Balken nun von der Seite, sehen wir eine Bleistiftlinie welche die beiden Sägeschnitte waagerecht verbindet. Entlang dieser Bleistiftstriche arbeiten wir nun mit dem Stecheisen eine erste Linie herein.Stichkreuzbau_05Beim Einstechen des Stecheisens schlagen wir mit unserem Handballen auf das Endes des Eisens um ihm etwas NachdrStichkreuzbau_04uck zu geben. Unbedingt müssen wir auch darauf achten, das Stecheisen wirklich gerade eindringen zu lassen. Wenn es seitlich im Balken weg wandert, bekommen wir keine saubere und gerade Aussparung. Haben wir uns dem Strich entlang gearbeitet, arbeiten wir mit dem Stecheisen von der Seite die wir anschließend herausarbeiten wollen, in Richtung der eben gestochenen Linie einen Keil aus dem Holz heraus. Das machen wir auf beiden Seiten des Balken.

Stichkreuzbau_05Nun machen wir uns daran die mit Bleistift markierte Stelle des Balken aus dem Holz heraus zu nehmen. Dazu arbeiten wir uns mit dem Stecheisen und einem Hammer entlang der Linie tiefer ins HolzStichkreuzbau_05. Wobei wir immer wieder die Balkenseite wechseln, ein paar Hammerschläge auf der linken Balkenseite, dann ein paar Hammerschläge auf der rechten Balkenseite. So was wir uns von beiden Seiten auf die Mitte zuarbeiten.

Stichkreuzbau_06Nun fügen wir die beiden ausgeklinckten Teil ineinander um zu überprüfen ob sie passen. Sollten sie nicht passen, müssen wir stellenweise noch etwas nacharbeiten, indem wir mit dem Eisen noch etwas Material wegnehmen. Sollten wir zu viel weggenommen haben und die Verbindung somit etwas wacklig sein, können wir versuchen dünne Holzleistchen, oder Keile dazwischen zu schieben / schlagen um dem ganzen so etwas mehr Spannung zu verschaffen.

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Passt alles so wie wie es soll, nehmen wir uns einen dünnen Holzbohrer und einen Aufreiber zur Hand. Mit dem Holzbohrer, der auf jeden Fall dünner als die anschließend einzusetzende Schraube sein muss, durchbohren wir die den oben liegenden Balken. Dabei sollten wir die Balken aufeinander legen, da dann die Rückseite der Bohrung nicht so ausreißt.

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Stichkreuzbau_09Ist die Bohrung gesetzt, nehmen wir den Aufreiber zur Hand und bearbeiten die Bohrung damit dergestalt das der Schraubenkopf im Holz verschwindet, wenn wir die Schraube hinein drehen. Ist das erledigt, nehmen wir die Balken noch einmal auseinander. Bringen Leim auf beide Balken auf, stecken sie wieder ineinander und drehen die Schrauben hinein.

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Stichkreuzbau_10Als nächstes runden wir die Kanten des Balkens ab, um Verletzungen beim Trainieren zu vermeiden, Dazu nehmen wir einen Fuchsschwanz, oder eine Feinsäge und das Zieheisen zur Hand. Die Säge brauchen wir um die Balken in den Winkeln des Kreuzes ein wenig einzusägen. Sonst würden wir, wenn wir mit dem Zieheisen Richtung Balkenwinkel arbeiten, das Holz dort ausbrechen müssen.

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Stichkreuzbau_12Wenn wir die Balkenkanten abrunden, müssen wir vor allem auf der Vorderseite möglichst rund arbeiten, hier macht es auch nichts wenn der Balken, bzw. das Kreuz von vorn ein komplett rundes Bild erhält. An den hinteren Kanten müssen wir lang nicht so viel weg nehmen. Sollten es sogar gar nicht tun.

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Stichkreuzbau_13Auf der Rückseite brauchen wir eine ebene Balkenfläche um die Aufhängung daran zu befestigen. Wie groß die ebene Fläche sein muss hängt von der Art der Aufhängung ab. Nachdem wir mit den Rundungen soweit zufrieden sind, glätten wir sie abschließend mit einem Stück Schleifpapier.
Sind die Kanten zu unserer Zufriedenheit abgerundet, können wir die  Aufhängung befestigen. Ich habe mich für ein Konstrukt aus vier stabilen Winkeln entschieden. Das ich nachher an der Wand festschrauben will.

Stichkreuzbau_17Ist ein paar der Winkel befestigt, kommen wir zur Polsterung. Dazu ziehen wir die Rohrisolierung über die Balken und schneiden sie an den Winkeln aus. Ebenso passen wir die Isolierung an den Stoßstellen des Kreuzes an, damit sie möglichst sauber aneinander stößt.
Ist das zu unserer Zufriedenheit getan, ziehen wir die Naht stellen zusammen und fixieren sie mit dem Tape.
Um anschließend die gesamte Rohrisolierung straff mit Tape zum umwickeln.
Anschließend noch das zweite Paar Winkel mit dem ersten koppeln, um so die Aufhängung herzustellen. An die Wand schrauben und fertig.