Schnuppertag 2015 – Rückblick

Am Samstag den 14.11.2015 haben wir zum zweiten Mal zusammen mit dem BFB, vor allem dem PSV Berlin Fechten und dem HTW ein Schnupperwochenende veranstaltet.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, war der Schnuppertag dieses Jahr öffentlich. Ging es bei der Veranstaltung im letzten Jahr noch darum den Sportfechtern das Historische Fechten, und den Historischen Fechtern das Sportfechten näher zu bringen, ging es in diesem Jahr darum externen Interessierten einen Eindruck vom Fechten zu vermitteln.
Dazu haben verschiedene Trainer vom HTW, vom PSV Berlin Fechten und dem Twerchhau, Workshops angeboten. Bei denen sich die Interessierten, in jedem der ca. 2.5 stündigen Workshops, einen ersten Eindruck über die Möglichkeiten der jeweiligen Waffe verschaffen konnten. Dieses Jahr standen Dolch (Twerchhau), Langes Schwert (HTW/Twerchhau), Schwert und Buckler (Twerchhau) und das Sportfechten ( PSV Berlin) auf dem Programm.
Von der Resonanz her waren alle drei ausrichtenden Vereine sehr zufrieden. Und ich denke es ist uns gelungen den interessierten einen Eindruck der jeweiligen Fechtkunst zu vermitteln und bei dem einen oder anderen auch Interesse geweckt zu haben. Auf jeden Fall ist es geplant die Veranstaltung auch nächstes Jahr wieder auszurichten.

Herzlich bedanken möchte ich mich bei den Trainern Thomas (HTW), Thomas (PSV Berlin), Steffen (PSV Berlin), Benjamin (Twerchhau), Ralf (Twerchau). Dennis (Twerchhau) danke ich für die Unterstützung beim Dolchkurs. Sowie Ariane für das fleißige Filmen und fotografieren und Joachim für die Super Organisation (beide Twerchhau). Und natürlich all denen die das Angebot genutzt, und die angebotenen Workshops besucht haben.

Herzlich Willkommen!

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Der Twerchhau e.V. ist ein Ende 2010 in Berlin gegründeter Fechtverein, der sich mit den historischen europäischen Kampfkünsten, auch Historisches Fechten genannt, beschäftigt.
Seit 2011 sind wir Mitglied im Berliner Fechter Bund und seit April 2015 auch im Deutschen Dachverband Historischer Fechter.
Die Grundlage für unser Training sind sogenannte „Fechtbücher“ aus dem europäischen Mittelalter und der Renaissance, die bis in die heutige Zeit überliefert wurden. Mit Hilfe dieser Bücher und moderner Schutzausrüstung versuchen wir die alten Techniken und Prinzipien vom europäischen Schwertkampf zu rekonstruieren. Ziel des Vereins ist es, die fast vergessene Kunst des Fechtens zu verstehen, zu lernen und zu erhalten. Das Training findet bei uns fünf mal die Woche statt und hat regulär das Fechten mit dem Messer und dem Dolch, den Schwertkampf mit dem Langen Schwert sowie Schwert und Buckler und das Ringen zum Inhalt.
Zusätzlich findet einmal im Monat ein Projekttraining statt, in dem wir uns mit der Mordaxt beschäftigen.

Interessierte sind uns herzlich Willkommen. Ihr könnt bei uns ein vierwöchiges Probetraining absolvieren und Euch erst mal alles anschauen, bevor Ihr euch entschließt, dem Verein beizutreten. Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben, das Historische Fechten einmal auszuprobieren, nehmt einfach Kontakt mit uns auf.

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Die Trainingszeiten und Adresse der Turnhalle

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Berlin Buckler Bouts #3

Ein paar Eindrücke  von den 3. Berlin Buckler Bouts. Vielen Dank an unsere Gäste aus Deutschland, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Spanien und Italien, für ein lehrreiches und tolles Wochenende.

Hier noch ein Gruppenbild der Teilnehmer. Leider waren ein paar der Fechter schon auf dem Heimweg, sodass nicht alle Teilnehmer auf dem Bild sind.

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Fechtvorführung im Märkischen Museum 2013

Auch dieses Jahr hat sich der Twerchhau e.V. wieder an dem Familientag im Märkischen Museum beteiligt.
Dabei haben wir Vorführungen im Langen Schwert, dem Bucklerfechten und im Dolchen gegeben. Und auf einem Ausstellungstisch verschiedene Sachen wie Schwertsimulatoren, Buckler, Fechthandschriften etc. ausgelegt, die mit dem Historischen Fechten zu tun haben.
Sowohl das Museum, als auch wir waren mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. So das wir die Zusammenarbeit voraussichtlich auch im nächsten Jahr fortführen werden.

 

Berlin Buckler Bouts # 2

buckler_bouts_june_2013-klein Am 1. und 2.6.13 fand das zweite Berlin Buckler Bouts statt. Bei den Berlin Buckler Bouts handelt es sich um eine Veranstaltung die zweimal im Jahr, um das erste Juni und das erste Dezemberwochenende herum, gemeinsam von Roland Warzecha und dem Twerchhau e.V. ausgerichtet wird.
Inhalt der Veranstaltung ist der Freikampf mit Schwert und Buckler. Wobei nicht der Wettkampf gegeneinander im Vordergrund steht. Sondern viel mehr das miteinander lernen und verbessern der eigenen fechterischen Fertigkeiten.
Zu dem Zweck werden die Freigefechte auch nicht unter voller Geschwindigkeit, sondern in reduzierter Geschwindigkeit ausgetragen. Wobei Roland den einzelnen Fechtern unermüdlich mit Ratschlägen zur Verbesserung ihrer fechterischen Fähigkeiten zur Seite stand.
Auch diesmal war die Veranstaltung wieder gut besucht und die knapp dreißig Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik, Frankreich und Dänemark haben die Veranstaltung mit ihren fechterischen Fertigkeiten zu einem Event gemacht das ich nicht mehr missen möchte.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Roland und all die Fechter die sich auf den Weg nach Berlin gemacht haben um miteinander ein tolle Wochenende voller Freigefechte zu verbringen.

Hier noch ein kurzer Videozusammenschnitt und ein paar Bilder der Veranstaltung.

Die Schildschläge im I.33

Zwischendurch grüble ich immer wieder mal darüber nach wie ein Schildschlag nach dem I.33 richtig ausgeführt wird, also wie der Autor es meint. Erst haben wir die eine Theorie verfolgt, um sie dann zu verwefern und einer anderen zu folgen.  Inzwischen denke ich das es „den“ Schildschlag nicht gibt, sondern das es verschieden Arten gibt einen Schildschag auszuführen.
Wenn man die im I.33 abgebildeten Schildschläge betrachtet stellt man fest, zumindest scheint es mir so, das Schildschlag nicht gleich Schildschlag zu sein scheint.
Abgesehen von unterschiedlichen Zielen, wie gegnerischer Buckler und gegnerisches Körperteil oder Waffe, scheint mir auch die Art und Weise wie der Bucklerschlag technisch ausgeführt wird zu variieren.

Links wird der Priester vom Schüler überbunden. Im folgenden Bild setzt der Schüler einen Schildschlag.

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Dabei ist deutlich zu sehen das sich nach dem Schildschlag der Ort von des Priesters Schwert bis auf den Boden abgesenkt hat.
Was mich annehmen lässt das hier die Kraftübertragung von oben nach unten eingewirkt hat.

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Hier noch ein weiteres Beispiel in dem der Ort nach dem Schildschlag deutlich mehr in Richtung Boden geht.

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Bei den meisten der im I.33 abgebildeten Schildschläge zeigt sich das selbe Bild. Der gegnerische Ort nähert sich nach dem Schildschlag deutlich dem Boden an.

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Die Hand des Priesters mag hier etwas unglücklich getroffen sein. Aber dennoch scheint mir die Zeichnung deutlich vermitteln zu wollen das der Buckler des Priesters hier von  links außen zum Buckler des Schülers arbeitet.
Vielleicht schlägt der Priester hier aber auch mit horizontal gehaltenem Buckler zur Außenseite von des Schülers Schild. Und deshalb die merkwürdige Handstellung. Da der Künstler auf den gedrehten Schild hinweisen wollte. Den er so nicht malen wollte.

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Hier wird mit dem Schildrand zur Hand geschlagen.

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Beim Durchtreten scheint es als hätte der Priester seinen Buckler zunächst frontal gehalten. Woraufhin der Schüler mit dem Rand eines Bucklers nach der linken Seite des ihm entgegengehaltenen Bucklers geschlagen zu haben. Um dessen Deckung so zu öffnen.
Das war übrigens Matzes Idee.

Bei der linken Darstellung handelt es sich um eine der wenigen Abbildungen bei denen sich der Ort nicht deutlich zum Boden absenkt.

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Hier wird nicht zwingend geschlagen, sondern hauptsächlich gedeckt. Aber wenn es an der Stelle zu einem Schildschlag kommt, dann indem nur kurz aus dem Handgelenk heraus Energie übertragen wird (Wobei die Energie dafür aus dem gesamten Körper kommt).

Es scheint mir deshalb so als gäbe es mindestens drei Arten von Bucklerschlägen.

1.) Einen bei dem der gegnerische Buckler und mit ihm das gegnerische Schwert Richtung Boden gebracht werden. Und dabei scheint es sich um den im I.33 am häufigsten verwendeten Bucklerschlag zu handeln. Das könnte durch frontal nach unten ausgeführten Bucklerschlag, oder aber durch einen aus dem Handgelenk ausgeführten, seitlich von oben nach schräg unten führenden Bucklerschlag bewerkstelligt werden. Ich persönlich tendiere eher zu der zweiten Möglichkeit.

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2.) Einen Bucklerschlag bei dem mit dem vorderen Rand des eigenen Bucklers geschlagen wird. Entweder zum gegnerischen Leib wie der Hand, oder zur seitlichen Vorderseites des gegnerischen Bucklers, um diesen zu öffnen.

3.) Und einen Schildschlag bei dem der Buckler nach vorn gestreckt, mit dem Rand führend gehalten wird. Und sozusagen den gegnerischen Buckler im Vorwärtsdrang nur streift, nebst einem Bisschen Energieübertragung auf den gegnerischen Buckler. Um ihn so aus de Bahn zu bringen

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Natürlich muss die Ausführung des Bucklerschlags immer an die Situation und das was erreicht werden soll angepasst werden. Hängt die Art des Bucklerschlages davon ab auf welcher Höhe sich der gegnerische Buckler befindet?
Das würde zumindest aus meiner Sicht Sinn machen. Wenn sich der gegnerische Buckler unterhalb der des Gegners eigener Brust befindet, bringen wir seinen Buckler mit unserem Bucklerschlag in Richtung Boden. Wenn er sich darüber befindet versuchen wir ihn zur Seite zu verdrängen. Das es sowieso sinnlos wäre zu versuchen einen gegnerischen Buckler der sich in Schulterhöhe befindet nach unten zu bringen.
Und Schläge zum Leib des Gegners werden sowohl mit dem Schildrand als auch frontal geführt.

Diskussionen sind herzlich willkommen.