8. Dresdner Fechtschul

Twerchhhau e.V. war vom 29. – 30. September 2018 zu Gast bei der 8. Dresdner Fechtschul, ausgerichtet von dem Schwertspiel e.V. – Verein für traditionelle Kampfkunst in Dresden. Der gesamte Samstag war dem Turnier gewidmet, an dem wir auch (vertreten durch Tom Tempel) teilnahmen. Aber nicht nur das. Gemäß ihrem Credo: “Die Dresdner Fechtschul ist eine gemeinschaftliche Veranstaltung” hat jeder der mitgemacht hat auch mitgeholfen. Wir durften im Zuge dessen Kampfrichter sein als auch Assistentin für Listenführung und Punktezählen. Gefochten wurde nach dem geltendem Rahmenregelwerk des DDHF, bei dem das Minimalregelwerk des DDHF als Kernregelwerk für dieses Turnier galt. Von 20 Teilnehmern entschied Tom Tempel den zweiten Platz für sich.

Am Sonntag gab es ein ganz besonderes Seminar von Cornelius Berthold, welcher 2004 mit dem Sportfechten begann und nun in Hamburg bei Hammaborg und Dimicator langes Schwert sowie Schwert & Buckler nach dem Royal Armouries Ms. I.33 trainiert bzw. unterrichtet. Gemäß seiner Suche nach der grundsätzlichen Bewegungsidee einer bestimmten Kampfdisziplin und wie ein Fechter, geleitet von geometrischen, mechanischen und zeitlichen Prinzipien, sein Gefecht gestalten sollte, befasste sich sein Workshop mit dem “Tempo”.

“Zur rechten Zeit am rechten Ort: Wie man seine eigenen Fechtaktionen sinnvoll aufbaut, auf Tempi achtet und was true times überhaupt sind.”

Wie er selber zu Beginn sagte, körperlich war es nicht anstrengend, aber unfassbar herausfordernd für die eigene Koordination. Es galt sich wieder vor Augen zu führen, wie wir einerseits Tempofehler unseres Gegners ausnutzen können, und andererseits nicht in die gleiche Falle wie er zu tappen und sich darin zu früh auf Fechtaktionen festzulegen, aus denen heraus wir nicht mehr auf die Handlungen des Gegners reagieren können. Wir haben wieder gezeigt bekommen, was es bedeutet, sich selber zurücknehmen zu können, bis der richtige Moment gekommen ist und erst dann die eigene Aktion zu beenden, wenn wirklich nichts mehr dazwischen kommen kann.