Sportanlagen in Berlin geschlossen

Aufgrund des Corona Virus sind ab sofort alle Sportanlagen geschlossen. Weshalb der Twerchhau e. V. das Training das Training bis auf weiteres aussetzt.

Aufgrund der aktuellen, besonderen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus COVID-19 werden ab 14.03.2020 bis vorerst 19.04.2020 alle öffentlichen Neuköllner Sportanlagen (Sporthallen, Sportplätze, Tagungsräume) bis auf Weiteres für jegliche Nutzung gesperrt

Schnuppertag 2020 – Dolch & Messer

Am Sonntag den 1.3.2020 werden wir einen Schnuppertag für die Waffengattungen Dolch & Messer veranstalten.
 
Wie der Name schon vermuten lässt, dient der Schnuppertag dazu mal herein zu schnuppern und sich ein Bild von der Handhabung der beiden Waffen zu machen. Zu beiden Waffengattungen werden wir an dem Tag jeweils einen etwa zweistündigen, kostenlosen und unverbindlichen Einführungskurs geben. 
 
Solltet Ihr also schon immer überlegt haben ob es nicht eine gute Idee wäre mit dem Dolch-, oder Messerfechten zu beginnen, wäre es die Gelegenheit sich das ganze mal anzusehen. Alles was Ihr mitbringen müsst ist Interesse und Sportzeug.
 
Beginnen werden wir mit dem Dolch 11:00 – 13:00 und nach einer halbstündigen Pause mit dem Messer 13:30 – 15:30 Messer weitermachen.
 
Da sowohl Platz als auch Simulatoren endlich sind, ist die Teilnehmerzahl beschränkt.  Beim Dolch auf 12 Teilnehmer, beim Messer auf 6 Teilnehmer. Teilnehmen kann jeder der das 16. Lebensjahr vollendet und sich vorher per Mail angemeldet hat. Die Teilnehmerplätze werden in Reihenfolge der eingehenden E-Mails vergeben. Mit Eurer Anmeldung erklärt Ihr Euch bereit Euch an die beim Twerchhau e.V. geltende Trainingsordnung zu halten.
 
Anmelden könnt Ihr Euch unter schnuppertag@twerchhau.de

Messerseminar mit Enzi

Es freut mich sehr auch dieses Jahr wieder ein Messerseminar mit Enzi von Dreynschlag ankündigen zu können. Zur Person muss denke ich nicht viel gesagt werden.

Seminarinhalte werden der Krieg und das Überfahren sein.

Stattfinden wird das Seminar am 19. Und 20.10.2019 in der Vereinsturnhalle in Berlin Treptow.

Die Seminargebühr für externe Teilnehmer beträgt für beide Tage 70,00€, für Vereinsmitglieder 35,00€.

Anmelden könnt Ihr Euch ab dem 10.9.2019 unter der Mailadresse: messerseminar@twerchhau.de

Die Teilnehmerzahl wird auf 12 Personen beschränkt sein. Verbindlich ist die Anmeldung erst mit Eingang der Zahlung auf unserem Vereinskonto.

Informationen zu Beginn, Ende, Verpflegung, etc. werdet Ihr nach Eurer Anmeldung per Mail erhalten.

Eine Mordaxt mit Holzkopf anfertigen

Ich habe mir eine Mordaxt mit einem Holzkopf angefertigt. Zum einen natürlich weil ich Lust dazu hatte, zum anderen aber auch weil die Hartgummiteile an den üblichen Mordaxtsimulatoren aufgrund des Materials auch Nachteile haben.
Das eine ist das Bindungsverhalten wenn zwei Gummiaxtköpfe aneinander angebunden haben, das andere sind die Dornschläge. Befindet man sich mit den Gummiaxtköpfen in der Bindung, Kopf an Kopf, ist es des öfteren recht fricklich sich daraus zu lösen, da sich die Gummiköpfe ein wenig aneinander fest saugen.
Als Dorn für die Mordaxt wird im allgemeinen ein Hartgummispeerspitzensimulator (was für ein Wort) verwendet. Womit Dornschläge praktisch unmöglich sind. Wird die hohle Gummispeerspitze vom Schaft nicht ganz ausgefüllt, biegt sie sich einfach durch. Ist sie ganz vom Schaft ausgefüllt, hat man das Holz soweit herunter gehobelt hat, das es dabei einfach brechen würde. Aber auch wenn er nicht brechen würde, dämpft der Hartgummi den Hau so sehr das nur ein Plopp ankommt. „Eine Mordaxt mit Holzkopf anfertigen“ weiterlesen

Messerseminar mit Hans Heim

wir freuen uns sehr auch für das Jahr 2019 ein Messerseminar mit Hans Heim ankündigen zu können. Das Seminar wird am 18. und 19. Mai 2019 in Berlin Treptow stattfinden.

An den beiden Tagen wird Hans Heim vor allem den Entrüsthau und das Durchwechseln behandeln.

Das Teilnehmerzahl ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.
Die Teilnahmegebühr beträgt: 80,00€

Fragen zu dem Seminar und Anmeldungen bitte an: messerseminar@twerchhau.de

Dolchturnier

Ende letzten Jahres hat unsere Dolchgruppe beschlossen das sie zukünftig gerne Dolchturniere ausrichten würde. Dazu haben wir dann auch gleich Ende letzten Jahres eine Regelwerk entworfen und dieses in ein paar Trainingseinheiten getestet.
Nachdem wir damit recht zufrieden waren, haben wir für dieses Jahr einen Termin für ein internes Dolchturnier vereinbart. Bei dem wir das Regelwerk testen wollten, und unsere Kampfrichter schulen.

Beim Erarbeiten dieses Regelwerkes sind wir bemüht so gut wie möglich eine reelle Gefechtssituation abzubilden, mussten diese jedoch, um Verletzungen zu vermeiden, an der einen oder anderen Stelle entschärfen.
Bei der Punktewertung wollen wir nicht einfach für jeden Treffer einen Punkt vergeben. Sondern sind bemüht die Auswirkungen eines Stiches auf den Körper zu berücksichtigen, herausragende fechterische Leistungen zu belohnen und unklugem Verhalten nicht folgenlos sein zu lassen.

Da wir sowohl mit dem Dolch, einer reinen Stichwaffe, als auch mit dem Dolchmesser, ein Dolch mit einer oder zwei Schneiden, fechten wollen, wird jedes Turnier in zwei Waffengattungen ausgetragen. Dolch und Dolchmesser. Natürlich steht es jedem frei an nur einer Waffengattung teilzunehmen.

Zurück zum Testen des Regelwerkes. Der vereinbarte Termin war heute gewesen und zu meiner großen Freude lief es für das erste mal recht gut. Gelegentlich gab es noch die eine oder andere Unklarheit, sowie Umstände an die unser Regelwerk noch angepasst werden muss. Aber ich für meinen Teil bin mit unserem Regelwerk ziemlich zufrieden.

Zukünftig wollen wir das Regelwerk bei noch zwei, drei internen Turnieren testen. Um dann, wahrscheinlich ab Mitte 2019 andere Gruppen, die sich ebenfalls mit dem Dolch beschäftigen, einzuladen. Zunächst im kleinen Kreis, der dann gerne auch größer werden kann.
Es würde es uns freuen wenn sich daraus am Ende ein jährlich stattfindendes Dolchturnier entwickeln würden. Abschließend noch ein paar Eindrücke des Testturniers.

Messerfedern

Als wir nach Messerfedern gesucht hatten, mussten wir leider feststellen das, das Angebot dafür eher rar ist. Fündig wurden wir nur bei Regenyei Armory und Ensifer.
Um unseren Vereinsmitgliedern die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir sowohl von Ensifer als auch von Regenyei jeweils zwei Federn bestellt. So können unsere Mitglieder die Federn testen, bevor sie sich für eine der beiden entscheiden. Um auch anderen Interessierten die Entscheidung etwas zu erleichtern, will ich die Federn der beiden hier kurz vorstellen. Wobei meine Sicht auf die Federn natürlich nur meine persönliche ist.

Regenyei Armory – Messerfedern

Die Messerfedern von Regenyei sind ein Werkzeug. Sie sind nicht auf Schönheit ausgelegt, sondern darauf ihren Zweck zu erfüllen.
Die leicht gebogene Metallmatte Klinge ist mit einer am Kreuz gemessenen Breite von 3 cm recht schmal. Wodurch die Häue im Freigefecht etwas weniger wuchtig einschlagen als die der Ensifer Feder. Im Stich gibt die Regenyei Feder dafür recht widerwillig nach. Man muss schon ordentlich zustechen damit sich die Klinge durchbiegt. Was es mich sich bringt das harte Stich vom getroffenen oft als weicher wahrgenommen werden, als halbherzige Stiche. Der nach oben umgebogene Ort macht die Feder zwar nicht schöner, ist aber eine sicherheitstechnisch vernünftige Maßnahme. Da so neben der Flexibilität der Klinge eine weitere Sicherheitsmaßnahme getroffen wurde, um Verletzungen durch Stiche möglichst auszuschließen.
Das Griffstück ist mit seinen 17 cm recht kurz geraten. Es hat am Kreuz eine Kantenlänge von 2,00 cm x 2,00 cm und verbreitert sich zum Knauf hin auf 2,5 cm x 2,5 cm.
Die Messerfeder von Regenyei ist wie gesagt keine Schönheit. Hätte sie keinen Nagel und nicht diesen kleinen Haken am Knaufende, würde ich nicht sofort erkennen das es sich dabei um einen Messersimulator handelt. Aber sie ficht sich ganz gut und tut das wofür sie gemacht ist.
Das einzige was mir an der Feder einfach nicht gefallen will ist das Griffstück. Die sich nach hinten verbreiternde „quadratische“ Form sorgt dafür das man die Feder in dicken Handschuhen sicher greifen kann und sie einem, auch wenn man erschöpft ist, nicht so leicht aus der Hand rutscht. Der Preis dafür ist jedoch leider das dass Heft dadurch klobig in der Hand liegt und einen Griffwechsel nur äußerst widerwillig zulässt.

Klinge: 72,5 cm
Ort: Zurück gefaltet
Klingenbreite am Kreuz: 30 mm
Kreuzstange: 14 cm
Griffstück inklusive Pommel: 17 cm Gewicht: ca.975 Gramm PoB: ca. 7,5 cm vor dem Kreuz

Preis: Inklusive Versand 235,00€ (Zu dem Zeitpunkt an dem wir sie gekauft haben)

Ensifer – Messerfeder

Wo die Regenyei Feder ein Werkzeug ist, die Ensifer Feder eine Schönheit. Die Klinge hat, mit am Heft 3,8 cm, die durchschnittliche Breite eines Messers, ist hochglanzpoliert und hat einen gerade ausgeführten Ort. Das Kreuz mit dem integrierten Nagel ist sehr schön gearbeitet und der Wehrnagel sehr gefällig ausgeführt. Sieht man die Feder vor sich liegen hat man den Eindruck ein Messer vor sich zu haben … bis auf das Griffstück, das mich mit einer Schnurumwicklung an mein altes Tanto erinnert.
Von der Grundform her hat das 17 cm lange Griffstück die Form eines Messergriffs mit stark gebrochenen Kanten. Für meine Hände hat das Heft genau den richtigen Umfang. Liegt gut in der Hand und ich kann daran geschmeidig von einer Griffposition in die andere wechseln. Ob ich die stark gebrochenen Kanten mag weiß ich noch nicht so recht. Vom Kreuz bis unter den Haken des Knaufstücks, das aus Holz besteht, ist das Heft mit einer schwarzen Schnur umwickelt. Wobei die Schnur auf dem sich darunter befindlichen Griffstück spürbar nur aufliegt. Wenn man ohne Handschuhe umgreift und z.B. in den Säbelgriff wechselt, merkt man das sich die Schnur unter dem Daumen bewegt. Was ein leicht schwammiges Gefühl vermittelt.

Das die Klinge breiter als die der Regenyei Feder ist, merkt man auch wenn man mit ihr die ersten Lufthäue macht. Sie lässt sich etwas schwerer stoppen als die Regenyei Feder und schlägt damit im Freigefecht auch etwas Druckvoller ein als diese. Im Stich dagegen scheint sie mir etwas weicher zu sein als die Feder von Regenyei.
Fechterisch steht die Ensifer Feder der Regenyei Feder in nichts nach. Zwar merkt man nach ein paar Runden Freigefecht das die Griffarchitektur von Regenyei durchaus eine Berechtigung hat, denn mit zunehmender Erschöpfung wird es schwerer sie sicher in der Hand zu halten. Aber so ist das nun mal beim Messer. Dafür behindert das Heft jedoch nicht den Griffwechsel. Was ein klarer Pluspunkt ist. Trotz dicker Handschuhe war es mir gut möglich in den ersten paar Runden Freigefecht am Heft umzugreifen.

Gesamtlänge 90cm
Klingenlänge 72 cm
Gewicht 820 g
PoB: 14 cm vor dem Kreuz
HRC: 48-50
Preis: Inklusive Versand 381,00€ (Zu dem Zeitpunkt an dem wir sie gekauft haben)

 

Was ich bei beiden Herstellen schade finde ist das sie die Griffe ihrer Messersimulatoren mit eigenen Griffgestaltungen versehen. Anstatt sie einfach so zu gestalten wie sie gewesen sind. Wobei Ensifer noch sehr nahe dran ist. Das Griffstück von Regenyei dagegen hat mit einem Messergriff nicht mehr sehr viel zu tun.

Messerseminar mit Hans Heim

wir freuen uns sehr für das Jahr 2018 ein Messerseminar mit Hans Heim ankündigen zu können. Das Seminar wird am 5. und 6. Mai 2018 in Berlin Treptow stattfinden.
Folgende Themen wird Hans Heim an den beiden Tagen behandeln: Die verborgenen Hiebe, den Zornhau, den Wecker, den Entrüsthau, den Zwinger, den Winker, das Überlaufen, Ablaufen und Pogen, das Pnemen, einige Entwaffnungen und Ringtechniken, sowie noch ein Bisschen mehr.

Das Teilnehmerzahl ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.
Die Teilnahmegebühr beträgt: 80,00€

Anmelden könnt Ihr Euch unter messerseminar@twerchhau.de

Kunst dye dich zyret – Ausstellungsbesuch

Von der Mitte aus über links nach rechts: Thore, Joachim und Clemens

Lange hatten wir uns schon darauf gefreut und am Samstag war es dann endlich soweit. Joachim und ich haben uns auf den Weg nach Chemnitz gemacht, um die Ausstellung Kunst dye dich zyret zu besuchen.
Ein absolutes Schmankerl war für uns das Thore Wilkens, einer der beiden Initiatoren der Ausstellung, sich die Zeit genommen hatte um uns persönlich durch die Ausstellung zu führen. So das sich zu den jeweiligen Ausstellungsstücken interessante Gespräche entwickelten. Was dazu führte das der Besuch der relativ kleinen Ausstellung etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch nahm. Und doch wie so oft viel zu kurz war.
Wie schon geschrieben ist die Ausstellung relativ klein, dafür aber sehr schick und mit viel Liebe zusammengestellt. Meinen Vorlieben entsprechend habe ich mich vor allem über die Dolchmesser, das große Messer und die Mordaxt gefreut. Aber auch Freunde anderer Waffen kommen in der Ausstellung durchaus auf ihre Kosten.
Nicht zu vergessen, ich habe noch nie so viele Fechtbücher in einem Raum gesehen. Wobei mich persönlich am meisten der Lecküchner, der Codex Wallerstein und der kolorierte Meyer gefreut haben. Natürlich sieht man von den Schriften nur die gerade aufgeschlagene Seite, aber dennoch ist es ein erhabenes Gefühl die Werke vor sich zu sehen.
Alle die es bisher nicht geschafft haben die Ausstellung zu Besuchen, haben noch bis zum 19. November 2017 Gelegenheit dazu.

Schloßbergmuseum
Schloßberg 12
09113 Chemnitz

Die Fußarbeit bei Joachim Meyer und Achilles Marozzo

Sowohl Joachim Meyer als auch Achilles Marozzo, ein italienischer Zeitgenosse von Joachim Meyer, weichen in Ihrer Fußarbeit von der früherer Fechtmeister ab.
Die Fechtmeister des 15. Jahrhunderts stehen in der Ober-, und Mittelhut mit dem linken Fuß vorn und halten ihren Dolch dabei hinten. Um aus dieser Hut zu attackieren führen sie einen Passierschritt aus, bei dem der rechte Fuß und die Waffe nach vorn kommen.
Joachim Meyer und Achilles Marozzo dagegen haben in diesen beiden Huten den rechten Fuß, und ihren Dolch vorn. Wenn sie aus diesen Huten attackieren, tun sie das mittels eines Gleitschritts, bei dem der rechte Fuß vorn bleibt. „Die Fußarbeit bei Joachim Meyer und Achilles Marozzo“ weiterlesen