Einen Polsterdolch fertigen

IMG_8497Eigentlich bin ich mit dem Kuscheldolch, den wir für den Freikampf verwenden recht zufrieden. Man kann mit ihm in den Gegenüber voll rein gehen, ohne diesen zu verletzen.
Im Training jedoch, gerade wenn man den Schild oder ähnliche Material beanspruchende Techniken ausführt, erweist er sich als nicht all zu langlebig.
Weswegen ich nach einer anderen Simulatorlösung gesucht habe. Ich möchte gern einen Übungsdolch haben der einen festen Korpus hat, um den Schild, das Überstechen, Entwaffnungen, etc. vernünftig trainieren zu können. Er sollte aber auch im Stich möglichst nicht all zu hart und vor allem etwas langlebiger sein.IMG_8503
Alles was wir dafür benötigen sind ein paar Rundhölzer, Stoffreste, ein festes Klebeband und etwas Rohrisolierung. In Bezug auf die Rundstäbe habe ich mich für Buche entschieden. Bei Fichte oder ähnlichem Material habe ich Angst, dass der Stab vielleicht bei der Ausführung eines Schildes brechen könnte und man es evtl. aufgrund der Ummantelung nicht bemerkt. Sich dann aber bei dem nächsten Stich der ausgeführt wird, die Spitze Bruchstelle vorn durch schiebt und man den Gegenüber dabei wirklich verletzt.

IMG_8505Zunächst habe ich die Rundhölzer, welche jeweils einen Meter lang sind, in drei Stücke zerteilt. Anschließend habe ich ein gekürztes Rundholz neben die Rohrisolierung gelegt und diese so gekürzt das ich vorn einen größeren und hinten einen wesentlich kleineren Überstand an Rohrisolierung habe.
Der Überstand bildet am fertigen Simulator die Polsterzonen, die im Stich oder beim Knaufstoß die übertragene Energie abmildern soll. „Einen Polsterdolch fertigen“ weiterlesen

Eine Dreikantige Dolchscheide fertigen

Die folgende Scheide baue ich in Anlehnung an eine dreikantige Dolchscheide die im Deutschen Historischen Museum in Berlin liegt, unter der  IMG_1320Inventarnummer W 2344.a-b geführt wird und auf um 1500 datiert ist.
Aber zuerst mal vielen Dank an Marcial, ohne den ich die Scheide gar nicht gebaut hätte, da ich von Ihm sowohl den Hinweis auf dreikantige Scheiden generell, als auch den Hinweis auf die Dolchscheide im DHM bekommen habe.

Die Dolchscheide im DHM ist auf um 1500 datiert. Sie besteht aus einem dreieckigen Holzkern mit einem schwarzenIMG_1332 Lederüberzug. Der Holzkern besteht aus drei Furnierstreifen die nicht miteinander verklebt, oder anderweitig miteinander verbunden sind. Sie werden lediglich durch die Spannung des Leders um sie herum gehalten.
Das Leder ist miteinander vernäht und auf der Rückseite der Scheide, in Nähe des Scheidenmundes finden sich zwei Löcher. Vermutlich zum durch fädeln eines Bandes um die Scheide so am Gürtel zu befestigen.
Auf der Vorderseite verfügt die Scheide über zwei Besteckfächer, bei denen es sich um „kleine Scheiden“ handelt die zwischen Furnier und Ledermantel eingelassen sind.
„Eine Dreikantige Dolchscheide fertigen“ weiterlesen

Dolch vs. Dolchsimulator

Die von uns im Training verwendeten Scheibendolchsimulatoren sind eine feine Sache. Sie ermöglichen uns ein relativ sicheres Training, im

Der Schild. Oben mit einem kurzen Dolch, oben mit einem längeren.
Der Schild. Oben mit einem kurzen Dolch, oben mit einem längeren.

Gegensatz zu einen Scheibendolch (im folgendem nur noch Dolch) sind sie preiswert in der Anschaffung und sie sind schnell verfügbar.
Sie haben aber auch einen entscheidenden Nachteil. Sie verfälschen den Umgang mit dem Dolch. Das merkt man spätestens dann, wenn man mal einen spitzen drei, oder vierkantigen Dolch in der Hand hat und ein wenig mit ihm spielt.
Macht man mit dem Dolch einen Schild, oder will eine Schäre ansetzen, mag man gar nicht mehr so unbedacht zum eigenen Ort greifen, wie wie man es vom Training mit dem Dolchsimulator gewöhnt ist.
Plötzlich wird einem bewusst das der eigene Ort ein erhebliches Selbstverletzungsrisiko darstellt. So das man gezwungen ist zu überlegen, wie man zum vorderen Teil der eigenen Klinge greifen kann ohne sich dabei am Ort zu verletzen.
Ebenso sind die Abmaße des eigenen Dolches auf einmal entscheidend für das was mit ihm möglich ist. Sei es die Größe der hinteren Scheibe oder die Länge der Klinge.

Ist die hintere Scheibe etwas größer (probiert mit einem Scheibendurchmesser von 6,5 cm), beeinflusst das die Führung des Mittelstichs. Mit einem Dolchsimulator, der nur eine rudimentäre hintere Scheibe besitzt, kann man den Mittelstich ziemlich gerade stechen. Mit einem Scheibendolch der eine etwas größere hintere Scheibe besitzt, sind die Mittelstiche nur noch

Mit dem oberen kurzen Dolch kann man, obwohl er ebenfalls eine größere Scheibe besitzt, aufgrund des breiten Griffs noch gerade nach vorn stechen. Bei dem unteren kann man den Dolch aufgrund der großen Scheibe und dem schmalen Griff dabei nicht mehr vernünftig greifen.
Mit dem oberen kurzen Dolch kann man, obwohl er ebenfalls eine größere Scheibe besitzt, aufgrund des breiten Griffs noch gerade nach vorn stechen. Bei dem unteren kann man den Dolch aufgrund der großen Scheibe und dem schmalen Griff dabei nicht mehr vernünftig greifen.

Bogenförmig möglich. Die hintere Scheibe lässt es nicht zu den Dolch mit gestrecktem Arm nach vorn zu halten und den Griff dabei fest zu packen. Da die Hand den Griff aufgrund der störenden Scheibe nicht mehr voll umschließen kann, ist es so nur noch möglich den Griff locker in den Fingern zu halten.

Die Länge der Klinge ist entscheidend dafür welche Techniken mit dem Dolch umsetzbar sind. Will man eine Technik ausführen bei der man zum eigenen Ort greift, muss der Dolch über die dafür nötige Länge verfügen. Das gilt sowohl für Techniken wie den Schild, bei der man mit der Klinge abnimmt. Als auch für Techniken bei denen man mit der Klinge Arm oder Bein umschließt und anschließend mit der freien Hand zur eigenen Klinge greift.

Bei dem obrigen kürzeren Dolch mag man mit der freien Hand nicht mehr so recht in die vordere hervorragende Klinge greifen.
Bei dem obrigen kürzeren Dolch mag man mit der freien Hand nicht mehr so recht in die vordere hervorragende Klinge greifen.

Umgreift man seinen Dolch beim Schild mit der freien Hand am vorderen Klingenteil muss genug Klinge übrig bleiben um den gegnerischen Stich darauf aufzunehmen.
Ist beim Schild die bloße Klinge zwischen unseren Händen zu kurz, kann es passieren das man die Stich statt mit der Klinge, mit der Hand aufnimmt. Was einem zum Schaden gereichen könnte.
Umschließt man ein gegnerisches Glied mit dem Dolch und will ihn nun im vorderen Teil greifen, ist das ziemlich schwierig wenn nur der Ort hinter der Gliedmaße hervorlugt.

Wie Lang muss denn ein Dolch nun sein, wenn man damit „alle“ Techniken ausführen will? Das kommt drauf an 😉 Abgesehen von der Größe der eigenen Hände mag jeder auch ein unterschiedliches Gefühl dafür haben was ihm beim greifen noch sicher erscheint. Für mich persönlich ist eine Klingenlänge von 21,5 cm gerade noch händelbar, aber eigentlich schon zu klein. 27,5 cm dagegen finde ich sehr angenehm (Das sind die Längen die ich gerade zur Hand habe).
Damit will ich aber nicht sagen das kürzere Dolche Mist sind und man mit ihnen nichts anfangen kann. Auch mit ihnen kann man eine Menge Techniken ausführen. Und ein zu langer Dolch kann ebenfalls ein Problem darstellen und schränkt seinerseits in der Auswahl der möglichen Techniken ein.

Dolchfechten – Die zweite Hand

Kommt man im Dolchfechten in die Reichweite des Gegenüber und Attackiert mit einem Stich, wird der Gegenüber diesen Falknerwahrscheinlich versetzen und seinerseits mit einem Stich gegen uns reagieren. Hat man bei seiner Attacke die zweite Hand nicht

bereits vorn, sind die Chancen den Gegenstich zu versetzen ziemlich schlecht.
Man könnte also sagen, die zweite Hand ist recht wichtig sobald wir in die Reichweite unseres Gegenüber gelangen.
Gucken wir uns jedoch die Dolchteile der mittelalterlichen Fechtbücher an, geht darauf so gut wie kein Autor ein. Der einzige Autor den ich kenne der dieses Thema behandelt ist Joachim Meyer. Aber natürlich kenne ich nicht alle Fechtbücher die sich mit dem Dolch auseinander setzen.

Dabei ist es egal ob es sich um Dolchteile in reinen Texthandschriften, oder in bebilderten Schriften handelt. Alle (die ich kenne) ignorieren die zweite Hand. Natürlich beschränken sich die Fechtbücher auf das wesentliche der Technik und es fehlt ehe jede Menge T1detaillierte Information. Was in den nur aus Text besehenden Schriften auch noch keine Fehlinformation beinhaltet. Da die Informationen (Fußarbeit, Körperhaltung, etc.) im allgemeinen recht spärlich sind, sind wir es gewohnt jede Menge Leerraum füllen zu müssen. Wodurch wir oft instinktiv im Angriff die Hand mit

nach vorn nehmen, da es uns einfach vernünftig erscheint.

Bei den bebilderten Handschriften jedoch stellt sich das ein wenig anders da. Dort haben wir eine visuelle Information was der Angreifer mit seiner zweiten Hand tut. Meist hält er sie locker an der Seite baumelnd, nahe am Körper oder gar auf dem Rücken.
Solch eine Handhaltung würde jedoch im Falle der Gegenwehr des Gegenüber mit Goliathziemlicher Sicherheit zu unserem frühen Ableben beitragen.
Die einzige Ausnahme ist wie gesagt Joachim Meyer, er äußert sich in seinem Werk – Gründtliche Beschreibung der freyen Ritterlichen unnd Adelichen kunst des fechtens in allerley gebreuchlichen Wehren – explizit zur zweiten Hand.

… oder kom mit dem Rechten arm sampt deinem Dolchen im angreifen (versetzen) der Lincken zůr hilff/
damit du ihm seinen Rechten arm dester stercker aufwinden oder schwechen mögest/

und demnach ihm also dester baß mit deinem Dolchen zůr blöß komen könntest.

Desgleichen wann du mit deinem Dolchen versetzest/
du habest in dann auff deinem Rechten Arm ligen oder sonst/
so kome eilent mit der Lincken hand der Rechten zů hilff/
also das beide hend schier zůgleich antreffen/Tahoffer-zweiteHand
und alwegen ein hand der andern folget/
und zů hilff komet/
damit du alle Brich und Ringen dester stercker und geschwinder in das werck bringen mögest.

Nun kann ich mir jedoch nicht vorstellen das Joachim Meyer der erste Fechtmeister war der darauf kam auch die zweite Hand einzusetzen. Bei genauerer Betrachtung finden wir jedoch auch bei Hans Talhoffer einen Hinweis darauf. So sieht man auf einer Abbildung wie ein Fechter einen Oberstich mit seiner linken Hand versetzt und mit dem Dolch zum Körper des Angreifers sticht. Dabei räumt er mit einem Schlag seines Dolchs die linke Hand des Angreifers aus dem Weg.

MeyerWenn die zweite Hand jedoch so wichtig ist, warum wird ihr Einsatz dann auf den Abbildungen nicht gezeigt? Interessant ist finde ich diesbezäglich das auch Joachim Meyer auf den Abbildungen in seinem Werk die Angreifer immer so darstellt, das sie die zweite Hand an ihrer Seite oder gar hinten halten.

Obwohl er im Text des öfteren darauf hinweist das die zweite Hand mit nach vorn muss. Im Angriff empfiehlt er sogar die Hand vor dem Gesicht, selbigen zum Schutz, zu führen.

Ich vermute das die Illustratoren fürchteten,  mit einer zweiten vorn gehaltenen Hand evtl. wichtige Details der Technik verdecken. Weshalb sie die zweite Hand immer hinten gehalten darstellten.

Mein Fazit: Die zweite Hand muss mit nach vorn.

Arbeiten am Stichkreuz

Am Stichkreuz kann man das Durchwechseln der Stich üben. Wird ein Stich versetzt, wechselt man sofort zur nächsten Blöse. Das Stichkreuz bietet uns die Möglichkeit dies ohne Partner an einem Dummy zu üben. Dafür kann man sich alle möglichen Kombinationen einfallen lassen. In dem kurzen Video will ein ein paar Beispiele dazu zeigen.

[yframe  url=’http://www.youtube.com/watch?v=rBpCf_d6D34&feature=youtu.be‘]

Dolchfechten – Ein Stichkreuz fertigen

Das Stichkreuz ist ein Dummy an dem man das Durchwechseln der Stiche üben, und zugleich die Unterarme Abhärten kann.

Für den Bau des Stichkreuzes benötigen wir folgende Materialien:

Ein Vierkantholz von einem Meter Länge und einem Querschnitt von 60 x 60 cm
Holzleim
Holzschrauben 50 mm
Rohrisolierung
Gaffa Tape
Vier stabile Metallwinkel aus Flachstahl
Schrauben und Muttern
Dübel und Schrauben

An Werkzeug benötigen wir das folgendes:

Einen Fuchsschwanz oder ähnliches
Einen Hammer
Zieheisen
Schleifpapier
Stecheisen
Bohrmaschine nebst Holzbohrer
Akkuschrauber, oder Drehzahlreguliebare Bohrmaschine
Winkeleisen
Zollstock
Bleistift
Ein Scharfes Messer oder Cuttermesser
Zwei Maulschlüssel

Haben wir alles beisammen nehmen wir uns zunächst den Balken vor. Wir sägen ihn dergestalt zurecht das wir zwei Stücke mit einer Länge von ca. 50 cm haben. Um die beiden Balken miteinander zu einem stabilen Kreuz zu verbinden, müssen wir aus beiden Balken ein Stück ausklinken.
Damit die Konstruktion nicht krumm und schief wird, ermitteln wir zunächst bei beiden Balken die Mitte und zeichnen an was aus dem Balken weggenommen werden muss. Dabei müssen wir so genau wie möglich arbeiten. Denn nehmen wir zu viel weg haben die Balken keinen rechten Halt ineinander. Nehmen wir zu wenig weg, wird es den Balken zersprengen wenn wir sie ineinander fügen. Sie sollen stramm sitzen wenn wir sie ineinander fügen, so das wir ein wenig mit dem Hammer nachhelfen müssen, wenn wir sie ineinander stecken. Müssen wir jedoch zu viel Gewalt anwenden, wird es sie wie gesagt zerreißen. Sollte doch etwas Spiel entstehen, kann man das korrigieren indem man Keile einsetzt.

Stichkreuzbau_00Mit einem Zollstock ermitteln wir bei beiden Balken die Mitte und markieren sie mit dem Bleistift. Von der markierten Mitte messen wir jeweils die Hälfte der Balkenstärke, als 3 cm nach links und nach rechts und markieren auch diese Stellen mit dem Bleistift. Mit dem Winkeleisen ziehen wir an den links und rechts der Mitte markierten Stellen einen Strich quer über den Balken.
Wenn die nun so markierte Seite des Balken dessen Oberfläche darstellt, führen wir mit Hilfe des Winkeleisens die Striche auch auf den Balkenseiten links und rechts der Oberfläche weiter.

Stichkreuzbau_01Wenden wir uns den beiden Balkenseiten links und rechts der Oberfläche zu. Mit dem Zollstock ermitteln wir die Mitte der beiden Striche die den Balken quer durch teilen und markieren sie mit dem Bleistift. Die beiden markierten Stellen verbinden wir nun mit Hilfe eines Lineals mit einem geraden Bleistiftstrich. So das wir zwei Rechtecke geschaffen haben. So verfahren wir auf beiden Seiten des Balken.

A

 

Stichkreuzbau_03Die oberen Rechtecke die der Oberfläche zunächst sind, markieren wir auf beiden Balkenseiten in dem wir sie mit dem Bleistift durchkreuzen. Ebenso machen wir ein Kreuz durch durch die gesamte markierte Stelle auf der Balkenoberseite. So haben wir die Stelle markiert die wir aus dem Holz herausnehmen müssen. Mit dem Fuchsschwanz oder der Feinsäge, sägen wir nun auf der Balkenoberseite entlang der zwei Linien bis zur markierten Mittellinie der Balkenseiten.

Stichkreuzbau_04Wobei wir darauf achten müssen die Säge gerade zu halten, um nicht auf einer Seite tiefer zu sägen als auf der anderen. Wir sollten beim Sägen immer wieder zwischendurch überprüfen ob wir nicht auf einer Seite zu tief kommen und das gegebenenfalls umgehend korrigieren.
Betrachten wir die Balken nun von der Seite, sehen wir eine Bleistiftlinie welche die beiden Sägeschnitte waagerecht verbindet. Entlang dieser Bleistiftstriche arbeiten wir nun mit dem Stecheisen eine erste Linie herein.Stichkreuzbau_05Beim Einstechen des Stecheisens schlagen wir mit unserem Handballen auf das Endes des Eisens um ihm etwas NachdrStichkreuzbau_04uck zu geben. Unbedingt müssen wir auch darauf achten, das Stecheisen wirklich gerade eindringen zu lassen. Wenn es seitlich im Balken weg wandert, bekommen wir keine saubere und gerade Aussparung. Haben wir uns dem Strich entlang gearbeitet, arbeiten wir mit dem Stecheisen von der Seite die wir anschließend herausarbeiten wollen, in Richtung der eben gestochenen Linie einen Keil aus dem Holz heraus. Das machen wir auf beiden Seiten des Balken.

Stichkreuzbau_05Nun machen wir uns daran die mit Bleistift markierte Stelle des Balken aus dem Holz heraus zu nehmen. Dazu arbeiten wir uns mit dem Stecheisen und einem Hammer entlang der Linie tiefer ins HolzStichkreuzbau_05. Wobei wir immer wieder die Balkenseite wechseln, ein paar Hammerschläge auf der linken Balkenseite, dann ein paar Hammerschläge auf der rechten Balkenseite. So was wir uns von beiden Seiten auf die Mitte zuarbeiten.

Stichkreuzbau_06Nun fügen wir die beiden ausgeklinckten Teil ineinander um zu überprüfen ob sie passen. Sollten sie nicht passen, müssen wir stellenweise noch etwas nacharbeiten, indem wir mit dem Eisen noch etwas Material wegnehmen. Sollten wir zu viel weggenommen haben und die Verbindung somit etwas wacklig sein, können wir versuchen dünne Holzleistchen, oder Keile dazwischen zu schieben / schlagen um dem ganzen so etwas mehr Spannung zu verschaffen.

Stichkreuzbau_08

Passt alles so wie wie es soll, nehmen wir uns einen dünnen Holzbohrer und einen Aufreiber zur Hand. Mit dem Holzbohrer, der auf jeden Fall dünner als die anschließend einzusetzende Schraube sein muss, durchbohren wir die den oben liegenden Balken. Dabei sollten wir die Balken aufeinander legen, da dann die Rückseite der Bohrung nicht so ausreißt.

A

Stichkreuzbau_09Ist die Bohrung gesetzt, nehmen wir den Aufreiber zur Hand und bearbeiten die Bohrung damit dergestalt das der Schraubenkopf im Holz verschwindet, wenn wir die Schraube hinein drehen. Ist das erledigt, nehmen wir die Balken noch einmal auseinander. Bringen Leim auf beide Balken auf, stecken sie wieder ineinander und drehen die Schrauben hinein.

A

Stichkreuzbau_10Als nächstes runden wir die Kanten des Balkens ab, um Verletzungen beim Trainieren zu vermeiden, Dazu nehmen wir einen Fuchsschwanz, oder eine Feinsäge und das Zieheisen zur Hand. Die Säge brauchen wir um die Balken in den Winkeln des Kreuzes ein wenig einzusägen. Sonst würden wir, wenn wir mit dem Zieheisen Richtung Balkenwinkel arbeiten, das Holz dort ausbrechen müssen.

A

Stichkreuzbau_12Wenn wir die Balkenkanten abrunden, müssen wir vor allem auf der Vorderseite möglichst rund arbeiten, hier macht es auch nichts wenn der Balken, bzw. das Kreuz von vorn ein komplett rundes Bild erhält. An den hinteren Kanten müssen wir lang nicht so viel weg nehmen. Sollten es sogar gar nicht tun.

A

Stichkreuzbau_13Auf der Rückseite brauchen wir eine ebene Balkenfläche um die Aufhängung daran zu befestigen. Wie groß die ebene Fläche sein muss hängt von der Art der Aufhängung ab. Nachdem wir mit den Rundungen soweit zufrieden sind, glätten wir sie abschließend mit einem Stück Schleifpapier.
Sind die Kanten zu unserer Zufriedenheit abgerundet, können wir die  Aufhängung befestigen. Ich habe mich für ein Konstrukt aus vier stabilen Winkeln entschieden. Das ich nachher an der Wand festschrauben will.

Stichkreuzbau_17Ist ein paar der Winkel befestigt, kommen wir zur Polsterung. Dazu ziehen wir die Rohrisolierung über die Balken und schneiden sie an den Winkeln aus. Ebenso passen wir die Isolierung an den Stoßstellen des Kreuzes an, damit sie möglichst sauber aneinander stößt.
Ist das zu unserer Zufriedenheit getan, ziehen wir die Naht stellen zusammen und fixieren sie mit dem Tape.
Um anschließend die gesamte Rohrisolierung straff mit Tape zum umwickeln.
Anschließend noch das zweite Paar Winkel mit dem ersten koppeln, um so die Aufhängung herzustellen. An die Wand schrauben und fertig.

Dolchseminar – Grundlagen, mit Ralf und Clemens

Am 19. – 20.10.13 haben Ralf und Clemens in Berlin ein Dolchseminar zum Thema, Grundlagen im Dolchfechten veranstaltet. Inhalt des Seminars waren unter anderem, die Themen Stiche,  deren Versatz, das Brechen derer, Richtungswechsel aufgrund von Gegenwehr, Annäherung an den Freikampf und einiges mehr. Aber auch einige Techniken Meister Talhoffers und Meister Meyers wurden vorgestellt und trainiert.
Teilgenommen an dem Seminar haben einige Fechter des Twerchhau e.V. und Gäste von Schwert und Bogen. Einem in Nürnberg beheimateten Fechtverein.  Es waren zwei anstrengende Tage bei denen wir aber auch jede Menge Spaß hatten.

Der Griff an der Waffe

jedes Werkzeug hat seine Eigenart in der es ergriffen werden will, bzw. eine Art es zu greifen mittels welcher sich das Werkzeug am geschicktesten benutzen lässt.
Und eine Waffe wie z.B. ist in erster Linie nichts anderes als ein Werkzeug. Die meisten Leute greifen ein Schwert zunächst einmal wie einen Stock und umschließen diesen mit der ganzen Faust. Ein Brotmesser dagegen fassen sie ganz anders an, bei diesem unterstützen sie das Schneiden mit dem Daumen, oder Zeigefinger, meist jedenfalls.
Nun hat ein Schwert natürlich auch etwas von einem Stock, aber eigentlich noch mehr von einem Brotmesser. Denn wir wollen mit ihm den Gegenüber nicht totschlagen, sondern eher zerschneiden.
Im folgenden will ich Abbildungen aus historischen Fechtbüchern sammeln welche den Griff nicht mit der gesamten Faust umschließen, was natürlich auch vorkommt. Sondern alternative Griffmöglichkeiten darstellen.

Das Messer

Der Dolch

Das einhändig geführte Schwert

Das Lange Schwert

Wird fortgeführt.

Freikampfdolch

für ungebremste Stichübungen und den Freikampf haben wir uns Dolche gebastelt. Das wichtigste war für uns, unseren Trainingspartner mit einem Stich, wenn er denn mal relativ ungebremst ins Ziel kommt, nicht zu verletzen. Gleichzeitig sollte er aber auch möglichst steif sein um wenigstens den Ansatz eines Hebels so erfolgreich wie möglich umsetzen zu können.
Die erste Version die ich gemacht hatte war nur aus Wollstoff und Tesa gefertigt. Die sind eigentlich schon gar nicht so schlecht. Aber im oberen Teil hatte ich mir doch noch etwas mehr Steifigkeit gewünscht. So habe ich das ganze noch mal überdacht und nun im oberen Teil einen Kern aus Zeitungspapier mit eingearbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich recht zufrieden. Natürlich ist es nur ein Provisorium, aber dafür finde ich ein recht brauchbares. Der obere Teil des Dolchs ist doch recht steif und der Ort recht weich. Wir werden aber versuchen den „Dolch“ noch mehr zu optimieren. So hätte ich z.B. auch ganz gerne noch ein paar Scheiben an ihm.
Beim durch klicken der Bilder erscheint dazu eine Erklärung der einzelnen Arbeitsschritte.