Berliner Fechtwochenende

Am 20.11 und 21.11 haben Die Drei Wunder und Twerchhau ein Trainingswochenende veranstaltet.
Ziel dieses Wochenendes war jedoch nicht primär das erlernen einzelner Techniken. Sondern vielmehr ging es darum mal Waffengattungen kennen zu lernen welche man sonst nicht trainiert. Nicht zu vergessen das die historischen Fechter in Berlin sich mal kennen lernen und einander näher kommen.
Aufgebaut war die Veranstaltung so das jeweils Samstag und Sonntag zwei bis drei Blöcke mit Übungseinheiten angeboten wurden, welche jeweils anderthalb Stunden gingen. Danach war jeweils noch Zeit für einen offenen Austausch, bzw. Freikampf.
So wurde Samstag zunächst durch einen Eskrimatrainer eine Einführung in die Grundlagen des Escrima gegeben. Anschließend gab es zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit Schwert und Buckler und in das Fechten mit dem Dolch.
Abgeschlossen wurde der Samstag durch einige Runden Freikampf mit verschiedenen Waffengattungen, wie Langes Schwert gegen Langes Schwert, Stockkampf, Bucklerfechten und Schwert und Buckler gegen das Lange Schwert.
Am Sonntag gab es als erstes eine Einführung in das Lange Schwert, danach wider zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit Schwert und Buckler und in das Fechten mit dem Dolch. Und als letztes Angebot, ebenfalls Zeitgleich eine Einführung in das Fechten mit dem Rapier und in die Waffenlose Verteidigung.
Die uns noch verbleibende Zeit bis wir die Halle räumen mussten haben wir auch am Sonntag für den Freikampf verwendet.
Da die Veranstaltung allen sehr viel Spaß gemacht hat überlegen wir ob wir das ganze nicht zu einer regelmäßigen Veranstaltung machen wollen welche ein bis zwei mal im Jahr abgehalten werden soll.
Danke an alle.

Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467

Gerichtliche und andere Zweikämpfe darstellend. Hrsg. von Gustav Hergsell

Aus dem Buch, das Ringenwie ich gerade gesehen habe gibt es das gute Stück im Onlinearchiv der University of Toronto als PDF zum herunterladen. Es handelt sich dabei nicht um die auf 1467 datierte Handschrift welche von der Münchner Staatsbibliothek online gestellt wurde, sondern um ein 1847  gedrucktes Buch. Bei welchem es sich, von den Bildtafeln her, um eine Kopie des Cod. icon. 394a handelt. Die Qualität ist zwar nicht gerade berauschend, aber der Text ist gut lesbar und die Bilder ebenfalls gut erkenntlich.

Bei Interesse könnt ihr das PDF hier herunterladen.

Schlachtfeld und Massengrab – Spektren interdisziplinärer Auswertung von Orten der Gewalt

Vom 21. bis 24. November 2011 wird in Brandenburg a. d. Havel die Tagung „Schlachtfeld und Massengrab – Spektren interdisziplinärer Auswertung von Orten der Gewalt“ stattfinden.
Diese Tagung beschäftigt sich mit der interdisziplinären Auswertung historischer Schlachtfelder. Angeregt wurde diese Tagung vor allem durch den Fund eines Massengrabes aus dem dreißig Jährigen Krieg. In diesem Grab, welches im Frühjahr 2007 bei Wittstock a/d Dosse ausgehoben wurde, beherbergte 120 Söldner. Programmpunkte werden noch bis Ende 2010 aufgenommen. Vielleicht sollte man, wenn das Program feststeht mal gucken, ob es dort Vorträge geben wird, die vielleicht auch für Historische Fechter interessant sein könnten. Mehr dazu könnt ihr auf Archäologie Online nachlesen.

Schläge mit dem Buckler

Nun gibt es ja verschiedene Meinungen darüber, ob ein Schlag mit dem Buckler sinnvoll ist oder nicht. Unsere Altvorderen fanden den Schlag mit dem Buckler in bestimmten Fällen auf jeden Fall zweckdienlich. Sonst hätten sie diesen in den Handschriften nicht gezeigt.
Natürlich muss man abwägen, ob man mit dem Bucklerschlag, z.B. zum Gesicht des Gegenüber das erreicht, was man erreichen will.
So ist ein frontaler Schlag ins Gesicht des Gegenüber alles andere als zweckdienlich, wenn ich gerade ins Ringen übergehen möchte. Treibt es den Geschlagenen doch fort von mir und das obwohl ich ihm eigentlich näher kommen wollte.
Ein wischender Hieb mit dem Buckler durch das Gesicht des Gegenübers jedoch, lenkt ihn kurzzeitig ab, während ich eintrete. Ein gut platzierter Schlag mit dem Buckler kann auf jeden Fall kampfunfähig machen, wenn nicht sogar töten.