sHEMAsters2019

Vom Abend des 15. Novembers bis zum Abend des 17. Novembers erfolgte der Auftakt der nun ins Leben gerufenen jährlichen Veranstaltung: sHEMAsters. Twerchhau e.V. stand hierbei als ausführender Verein sHEMAsters2019 mit seinen Hallen und dem Hauptstadt-Flair vor. Das Interesse der Frauen aus Deutschland und Österreich war groß, weswegen  es bereits zwei Monate vor dem Stattfinden ausgebucht war!

Am Freitagabend ging es mit einer Führung durch das mittelalterliche Berlin los, angeführt von unserem Mitglied Benjamin. Der einzig involvierte Mann in dem gesamten Frauen-Event. 😉 Anschließend spreiste und tranken alle im Brauhaus Georgenbraeu im Nikolaiviertel.

Insgesamt 40 Frauen jedweden Alters und fechterischen Könnens verbrachten zwei unvergessliche Tage voll Workshops, Tutorials, Gemeinsamkeiten austauschen, einfach Fechten und dem sHEMAsters-Turnier, welches neben der Erfahrung auch mit tollen Preisen aufwarten konnte. 12 Teilnehmerinnen, darunter auch unsere Mitgliederinnen Sandra und Adriana  konnten sich hierin beweisen. Adriana kam sogar bis ins Viertelfinale. Gefochten wurde im Rahmen des DDHF Rahmenregelwerkes. Die Punktevergabe richtete sich hierin nach dem Freifechterregelwerk. Da am Wochenende zuvor ebenfalls eine DDHF-Kampfrichterausbildung bei Twerchhau stattfand, konnte Sandra, die ihre Kampfrichterlizenz in diesem erwarb, bereits bei diesem Turnier das Erlernte einsetzen.

Neben dem Turnier gab es tolle Workshops. Es wurden sich die Grundlagen zum Rapier angeschaut; vom Körper- und Waffenhaltung über eine kurze „Lunge Break“ bis hin zu simplen Stichen. Im Säbel-Workshop wurden die inneren Offiziere besucht; er diente der ersten Einblicke in den britischen Militärsäbel und sollte Basiswissen vermitteln, das zur Weiterarbeit lockt. Im waffenlosen Workshop wurde gezeigt, wie aktuell historisches Ringen eigentlich ist, und man stellte Bezüge zur Selbstverteidigung her. Im Langen Schwert Workshop ging es auf Tuchfühlung mit Meyer in der nahen Mensur inkl. Schwertnehmen und weiteren Techniken, die man vielleicht nicht sofort mit Meyer in Verbindung bringen würde.

Aber auch ein neues Format wurde ausprobiert und auch gerne angenommen: die Tutorials. Nicht Workshop, nicht verpflichtend, nur wie man möchte und nichts fest vorgegeben. Einzig der Titel des Tutoriums gab den Rahmen vor – die Bilder darin konnten von jeder Teilnehmerin selber gefüllt werden. Es gab Drills, Sparrings, Sparringspiele und gecoachtes Sparring. Beim Waffenarsenal probierte man sich in verschiedenen Waffen anhand der tollen sHEMAster-Meyerkarten aus. Und in der Quellenarbeit kamen die Fechtbücher mal wieder zum Vorschein.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, deren Wiederholung von allen Teilnehmerinnen gewünscht wurde!