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Herzlich Willkommen!

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Der Twerchhau e.V. ist ein Ende 2010 in Berlin gegründeter Fechtverein, der sich mit den historischen europäischen Kampfkünsten, auch Historisches Fechten genannt, beschäftigt.
Seit 2011 sind wir Mitglied im Berliner Fechter Bund und seit April 2015 auch im Deutschen Dachverband Historischer Fechter.
Die Grundlage für unser Training sind sogenannte „Fechtbücher“ aus dem europäischen Mittelalter und der Renaissance, die bis in die heutige Zeit überliefert wurden. Mit Hilfe dieser Bücher und moderner Schutzausrüstung versuchen wir die alten Techniken und Prinzipien vom europäischen Schwertkampf zu rekonstruieren. Ziel des Vereins ist es, die fast vergessene Kunst des Fechtens zu verstehen, zu lernen und zu erhalten. Das Training findet bei uns fünf mal die Woche statt und hat regulär das Fechten mit dem Messer und dem Dolch, den Schwertkampf mit dem Langen Schwert sowie Schwert und Buckler und das Ringen zum Inhalt.
Zusätzlich findet einmal im Monat ein Projekttraining statt, in dem wir uns mit der Mordaxt beschäftigen.

Interessierte sind uns herzlich Willkommen. Ihr könnt bei uns ein vierwöchiges Probetraining absolvieren und Euch erst mal alles anschauen, bevor Ihr euch entschließt, dem Verein beizutreten. Solltet Ihr jetzt Lust bekommen haben, das Historische Fechten einmal auszuprobieren, nehmt einfach Kontakt mit uns auf.

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Die Trainingszeiten und Adresse der Turnhalle

Mitgliedsantrag, Trainingsordnung und Satzung

 

Hans Heim Messerkurs 2018

An den Tagen vom 05.05.-6.05.  hat der Twerchhau e.V. mit Hans Heim [Ochs – Historische Kampfkünste e.V.] eine Koryphäe des mittelalterlichen Kampfes für einen Wochenendworkshop zum Thema „Langes Messer“ gewinnen können. Neben Mitgliedern des Twerchhau e.V. haben uns viele weitere interessierte Liebhaber des „Langen Messers“ aus ganz Deutschland in unserer Trainingshalle in Berlin für einen beiderseitigen Wissens- und Technikaustausch aufgesucht.

Natürlich haben wir unsere Freunde, aus wie z.B. Leipzig oder Bremen, mit offenen Armen empfangen und den ersten Tag des Workshops entspannt in einer geselligen Runde bei Speis und Trank ausklingen lassen, um alsbald bereit für den kommenden Tag zu sein.

Wie Hans selber sagte, sind die drei Ziele des Seminars, Spaß zu haben, etwas zu lernen und das Seminar gesund und munter zu beenden. Spaß an den neuen Techniken und dem Training mit Gleichgesinnten hatten wir zur Genüge. Zudem ließen uns die neuen und lustigen Übungen zur Schulung der fechterischen Leichtfüßigkeit, viele Male auflachen.

Aber natürlich haben wir durch Hans auch einen großen Einblick in die Techniken von Lichtenauer bekommen. Unteranderem wurden der Zornhau-Ort-Komplex, der Wecker, der Bogen, der Winker, der Entrüsthau, Übungen zum Ringen mit und ohne Messer sowie Entwaffnungen abgehandelt.

Am Sonntag haben wir das Seminar müde, aber zufrieden, mit viel neuem Wissen und vor allem heil beendet. Nun gut, fast heil, ein paar Blauflecke beim Ein oder Anderem kann man bei einer Kontaktsportart kaum vermeiden. Und einen Punkt, den man sich wie Hans meint immer merken sollte: Um Verletzungen beim Kämpfen zu vermeiden, ist ein Schritt nach hinten durchaus ein angemessener Fechtschritt!

Zum Abschluss danken wir Hans Heim [Ochs – Historische Kampfkünste e.V.] nochmals ganz herzlich für hervorragend durchgeführte Seminar und das tolle Wochenende im Namen aller Teilnehmer und des Twerchhau e.V. Wir hoffen, dass wir Hans bald wieder für uns gewinnen können. Vielen Dank.

English Version

On 5th and 6th of May, by invitation of Twerchhau, Hans Heim, master of medieval fighting, and more specifically – long knives, has held a two day workshop in Berlin.

Twerchhau has provided an organisational support and invited interested long knives lovers to join us for a knowledge sharing weekend. 

Our friends came from as far as Leipzig and Hamburg to train and fight. We welcomed them with open arms both during the event and afterwards on unofficial dinner and drinks that followed. 

Main goals, as Hans himself said, were to have fun, to learn and to be safe. We had all three.

New and fun ways of learning the movements were inspiring and often left us laughing. One can not guess how much of fighting is there in dancing tango, imitating a gorilla or using carrots as a weapon! (some of us ate the carrots, please do not do that with real long knives!)

We have learned some new interpretations of attacks, parries and counters. Slowly building from basic hit and parry to taking opponents weapon in unarmed combat. Topic have also covered wrestling, twists. We have followed the manuals that are centuries old to reproduce the moves and learn from those.

On Sunday we have finished the workshop tired, but all in one piece (exept for a bruise or seven) but that is how it always is in contact sports.

To avoid injuries when fighting it is important to remember that moving a step back is a valid fighting step! Also, if you are unarmed fighting an armed person, first option should always be to run away. Safety first!

We would like to thank once again Hans Heim for a wonderful weekend and all our friends that joined us for it. We hope to have again such a nice and  productive weekend soon!

Messerfedern

Als wir nach Messerfedern gesucht hatten, mussten wir leider feststellen das, das Angebot dafür eher rar ist. Fündig wurden wir nur bei Regenyei Armory und Ensifer.
Um unseren Vereinsmitgliedern die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir sowohl von Ensifer als auch von Regenyei jeweils zwei Federn bestellt. So können unsere Mitglieder die Federn testen, bevor sie sich für eine der beiden entscheiden. Um auch anderen Interessierten die Entscheidung etwas zu erleichtern, will ich die Federn der beiden hier kurz vorstellen. Wobei meine Sicht auf die Federn natürlich nur meine persönliche ist.

Regenyei Armory – Messerfedern

Die Messerfedern von Regenyei sind ein Werkzeug. Sie sind nicht auf Schönheit ausgelegt, sondern darauf ihren Zweck zu erfüllen.
Die leicht gebogene Metallmatte Klinge ist mit einer am Kreuz gemessenen Breite von 3 cm recht schmal. Wodurch die Häue im Freigefecht etwas weniger wuchtig einschlagen als die der Ensifer Feder. Im Stich gibt die Regenyei Feder dafür recht widerwillig nach. Man muss schon ordentlich zustechen damit sich die Klinge durchbiegt. Was es mich sich bringt das harte Stich vom getroffenen oft als weicher wahrgenommen werden, als halbherzige Stiche. Der nach oben umgebogene Ort macht die Feder zwar nicht schöner, ist aber eine sicherheitstechnisch vernünftige Maßnahme. Da so neben der Flexibilität der Klinge eine weitere Sicherheitsmaßnahme getroffen wurde, um Verletzungen durch Stiche möglichst auszuschließen.
Das Griffstück ist mit seinen 17 cm recht kurz geraten. Es hat am Kreuz eine Kantenlänge von 2,00 cm x 2,00 cm und verbreitert sich zum Knauf hin auf 2,5 cm x 2,5 cm.
Die Messerfeder von Regenyei ist wie gesagt keine Schönheit. Hätte sie keinen Nagel und nicht diesen kleinen Haken am Knaufende, würde ich nicht sofort erkennen das es sich dabei um einen Messersimulator handelt. Aber sie ficht sich ganz gut und tut das wofür sie gemacht ist.
Das einzige was mir an der Feder einfach nicht gefallen will ist das Griffstück. Die sich nach hinten verbreiternde „quadratische“ Form sorgt dafür das man die Feder in dicken Handschuhen sicher greifen kann und sie einem, auch wenn man erschöpft ist, nicht so leicht aus der Hand rutscht. Der Preis dafür ist jedoch leider das dass Heft dadurch klobig in der Hand liegt und einen Griffwechsel nur äußerst widerwillig zulässt.

Klinge: 72,5 cm
Ort: Zurück gefaltet
Klingenbreite am Kreuz: 30 mm
Kreuzstange: 14 cm
Griffstück inklusive Pommel: 17 cm Gewicht: ca.975 Gramm PoB: ca. 7,5 cm vor dem Kreuz

Preis: Inklusive Versand 235,00€ (Zu dem Zeitpunkt an dem wir sie gekauft haben)

Ensifer – Messerfeder

Wo die Regenyei Feder ein Werkzeug ist, die Ensifer Feder eine Schönheit. Die Klinge hat, mit am Heft 3,8 cm, die durchschnittliche Breite eines Messers, ist hochglanzpoliert und hat einen gerade ausgeführten Ort. Das Kreuz mit dem integrierten Nagel ist sehr schön gearbeitet und der Wehrnagel sehr gefällig ausgeführt. Sieht man die Feder vor sich liegen hat man den Eindruck ein Messer vor sich zu haben … bis auf das Griffstück, das mich mit einer Schnurumwicklung an mein altes Tanto erinnert.
Von der Grundform her hat das 17 cm lange Griffstück die Form eines Messergriffs mit stark gebrochenen Kanten. Für meine Hände hat das Heft genau den richtigen Umfang. Liegt gut in der Hand und ich kann daran geschmeidig von einer Griffposition in die andere wechseln. Ob ich die stark gebrochenen Kanten mag weiß ich noch nicht so recht. Vom Kreuz bis unter den Haken des Knaufstücks, das aus Holz besteht, ist das Heft mit einer schwarzen Schnur umwickelt. Wobei die Schnur auf dem sich darunter befindlichen Griffstück spürbar nur aufliegt. Wenn man ohne Handschuhe umgreift und z.B. in den Säbelgriff wechselt, merkt man das sich die Schnur unter dem Daumen bewegt. Was ein leicht schwammiges Gefühl vermittelt.

Das die Klinge breiter als die der Regenyei Feder ist, merkt man auch wenn man mit ihr die ersten Lufthäue macht. Sie lässt sich etwas schwerer stoppen als die Regenyei Feder und schlägt damit im Freigefecht auch etwas Druckvoller ein als diese. Im Stich dagegen scheint sie mir etwas weicher zu sein als die Feder von Regenyei.
Fechterisch steht die Ensifer Feder der Regenyei Feder in nichts nach. Zwar merkt man nach ein paar Runden Freigefecht das die Griffarchitektur von Regenyei durchaus eine Berechtigung hat, denn mit zunehmender Erschöpfung wird es schwerer sie sicher in der Hand zu halten. Aber so ist das nun mal beim Messer. Dafür behindert das Heft jedoch nicht den Griffwechsel. Was ein klarer Pluspunkt ist. Trotz dicker Handschuhe war es mir gut möglich in den ersten paar Runden Freigefecht am Heft umzugreifen.

Gesamtlänge 90cm
Klingenlänge 72 cm
Gewicht 820 g
PoB: 14 cm vor dem Kreuz
HRC: 48-50
Preis: Inklusive Versand 381,00€ (Zu dem Zeitpunkt an dem wir sie gekauft haben)

 

Was ich bei beiden Herstellen schade finde ist das sie die Griffe ihrer Messersimulatoren mit eigenen Griffgestaltungen versehen. Anstatt sie einfach so zu gestalten wie sie gewesen sind. Wobei Ensifer noch sehr nahe dran ist. Das Griffstück von Regenyei dagegen hat mit einem Messergriff nicht mehr sehr viel zu tun.

Messerseminar mit Hans Heim

wir freuen uns sehr für das Jahr 2018 ein Messerseminar mit Hans Heim ankündigen zu können. Das Seminar wird am 5. und 6. Mai 2018 in Berlin Treptow stattfinden.
Folgende Themen wird Hans Heim an den beiden Tagen behandeln: Die verborgenen Hiebe, den Zornhau, den Wecker, den Entrüsthau, den Zwinger, den Winker, das Überlaufen, Ablaufen und Pogen, das Pnemen, einige Entwaffnungen und Ringtechniken, sowie noch ein Bisschen mehr.

Das Teilnehmerzahl ist auf 12 Teilnehmer beschränkt.
Die Teilnahmegebühr beträgt: 80,00€

Anmelden könnt Ihr Euch unter messerseminar@twerchhau.de

Kunst dye dich zyret – Ausstellungsbesuch

Von der Mitte aus über links nach rechts: Thore, Joachim und Clemens

Lange hatten wir uns schon darauf gefreut und am Samstag war es dann endlich soweit. Joachim und ich haben uns auf den Weg nach Chemnitz gemacht, um die Ausstellung Kunst dye dich zyret zu besuchen.
Ein absolutes Schmankerl war für uns das Thore Wilkens, einer der beiden Initiatoren der Ausstellung, sich die Zeit genommen hatte um uns persönlich durch die Ausstellung zu führen. So das sich zu den jeweiligen Ausstellungsstücken interessante Gespräche entwickelten. Was dazu führte das der Besuch der relativ kleinen Ausstellung etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch nahm. Und doch wie so oft viel zu kurz war.
Wie schon geschrieben ist die Ausstellung relativ klein, dafür aber sehr schick und mit viel Liebe zusammengestellt. Meinen Vorlieben entsprechend habe ich mich vor allem über die Dolchmesser, das große Messer und die Mordaxt gefreut. Aber auch Freunde anderer Waffen kommen in der Ausstellung durchaus auf ihre Kosten.
Nicht zu vergessen, ich habe noch nie so viele Fechtbücher in einem Raum gesehen. Wobei mich persönlich am meisten der Lecküchner, der Codex Wallerstein und der kolorierte Meyer gefreut haben. Natürlich sieht man von den Schriften nur die gerade aufgeschlagene Seite, aber dennoch ist es ein erhabenes Gefühl die Werke vor sich zu sehen.
Alle die es bisher nicht geschafft haben die Ausstellung zu Besuchen, haben noch bis zum 19. November 2017 Gelegenheit dazu.

Schloßbergmuseum
Schloßberg 12
09113 Chemnitz

Der Twerchhau lädt ein zum Fechten

Es ist wieder soweit am Sonntag dem 15.10 2017 öffnet der Twerchhau e.V. in Berlin seine Türen und lädt euch ein die Welt des historischen Fechtens selbst zu erleben. Probiert euch aus im Schwertkampf!
In ca. zwei stündigen Einführungskursen wird das Fechten mit verschiedenen HEMA Waffen vorgestellt und fachkundig angeleitet. Angeboten wird das Fechten mit dem Langen Messer, dem Dolch und Schwert und Buckler.
Parallel findet der Grundlagenkurs zum Langen Schwert statt, dieser Startet etwas früher, so dass im Anschluss noch Zeit für andere Disziplinen bleiben.
Die Kurse sind teilnehmerbegrenzt, daher bitten wir euch um eine verbindliche Anmeldung sowie um euer Verständnis, wenn ihr nicht alles am Schnuppertag ausprobieren könnt. Solltet ihr in einer Waffengattung der europäischen Kampfkünste keinen Platz mehr kriegen, besteht ebenfalls die Möglichkeit, an einem regulärem Training zur Probe teilzunehmen.
Das Mindestalter für diese Veranstaltung liegt bei 14 Jahre. Mitzubringen sind Verpflegung, Trainingskleidung und Hallenschuhe.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Ort: Turnhalle der Röntgenschule
Eingang über die Feuerwehrzufahrt
Bouchéstraße 76,
12435 Berlin

Hier geht es zur Anmeldung zum Schnuppertag
Anmeldeschluss ist der 13.10.17

Anmeldungen für den Grundlagenkurs Langes Schwert bitte über
langesschwert@twerchhau.de

Die Fußarbeit bei Joachim Meyer und Achilles Marozzo

Sowohl Joachim Meyer als auch Achilles Marozzo, ein italienischer Zeitgenosse von Joachim Meyer, weichen in Ihrer Fußarbeit von der früherer Fechtmeister ab.
Die Fechtmeister des 15. Jahrhunderts stehen in der Ober-, und Mittelhut mit dem linken Fuß vorn und halten ihren Dolch dabei hinten. Um aus dieser Hut zu attackieren führen sie einen Passierschritt aus, bei dem der rechte Fuß und die Waffe nach vorn kommen.
Joachim Meyer und Achilles Marozzo dagegen haben in diesen beiden Huten den rechten Fuß, und ihren Dolch vorn. Wenn sie aus diesen Huten attackieren, tun sie das mittels eines Gleitschritts, bei dem der rechte Fuß vorn bleibt. „Die Fußarbeit bei Joachim Meyer und Achilles Marozzo“ weiterlesen

Aluminiumsimulatoren und Schutzkleidung von Walter Neubauer

Für das Messertraining verwenden wir sehr gerne Alusimulatoren, da diese Pflegeleicht sind und einem das arbeiten Schneide auf Schneide nicht gleich mit hässlichen tiefen Scharten vergelten.
Leider gibt meines Wissens jedoch nur einen einzigen Webshop der Alusimulatoren vertreibt.
Dachte ich zumindest, bis Pascal den Kontakt zu Walter Neubauer, dem Produzenten der Aluminiumsimulatoren, herstellte. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Pascal.

Das tolle daran ist, das man bei Walter Neubauer direkt bestellen kann. Die Angebotspalette der Aluminiumsimulatoren umfasst Lange Messer, Dussacke und Lange Schwerter (vielleicht auch mehr?). Wobei Herr Neubauer offen für individuelle Wünsche ist. So bietet er z.B Griffschalen aus verschiedenen hölzern an, es besteht die Wahl zwischen Wehrnagel und Wehrbügel, Hohlkehle oder flacher Klinge, etc. Bei Interesse einfach mal nachfragen inwieweit Eure Vorstellungen realisierbar sind.

Herrn Neubauer vertreibt nicht nur Alusimulatoren, sondern hat auch ein umfangreiches Angebot an Schutzkleidung verschiedenster Hersteller, die er zu recht attraktiven Preisen vertreibt.

Wir empfanden den Kontakt zu Herrn Neubauer als sehr angenehm, die Lieferung unserer zwei bisherigen Bestellungen erfolgte zum angekündigten Termin, bzw. früher und die Messer sind sauber verarbeitet.

Leider verfügt Herr Neubauer über keine Webseite. Man kann ihn jedoch per Mail kontaktieren und sich über die Simulatoren informieren, bzw. sich die Schutzkleidung betreffenden PDF Kataloge zuschicken lassen. Kontaktieren kann man Herrn Neubauer über: walter.neubauer@freenet.de

Treffen historischer Fechter Mitteldeutschland 2017

Liebe Freunde des historischen Fechtens,
 
hiermit laden wir Euch herzlich zum Treffen historischer Fechter Mitteldeutschland 2017 ein. Das Treffen wird dieses Jahr am 22. und 23.7.2017 in Berlin stattfinden. Austragungsort wird die Sporthalle der Otto-Hahn-Schule – Buschkrugallee 63, 12359 Berlin sein.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr zu dem Termin könnt und Lust habt, daran teilzunehmen. Auch dieses Jahr haben sich einige Trainer der teilnehmenden Vereine bereit erklärt, auf der Veranstaltung Kurse abzuhalten. An dieser Stelle noch mal vielen Dank für den Einsatz.
So das wir, wie wir finden, einige interessante Seminare anbieten können. Als da wären:
 
Montante – Wenn einer gegen Viele standhalten muss, von Bewegungsfluss und Flächenwaffen.
Jan – Schwertfechten Nordhessen
 
Mangual – So gefährlich dass es an die Kette muss, das Mangual.
Jan – Schwertfechten Nordhessen
 
Dolch – Entwaffnungen aus verschiedenen Quellen
Torsten – Stahlakademie
 
Halbe Stange – Einführung
Christian – Solve et Coagula
 
Dussack – Einführung
Christian – Solve et Coagula
 
Langes Schwert – Harnischkampf mit Speer, Schwert und Dolch gleichzeitig
Torsten – Stahlakademie
 
Die Notstände – Taktik und Strategie im Kampf mit ungleichen Waffen
Sören und Philipp – Indes Halle
 
Dolch – Die zweite Hand
Clemens – Twerchhau
 
Dolchmesser – Mit Schnitten arbeiten
Clemens – Twerchhau
 
Versetzen verstehen – Eine Struktur zum Erlernen der Verteidigung
Paul – In Motu
 
Vorführungen / Theorie des Zufechtens mit verschiedenen Waffen / Trainer der teilnehmenden Vereine.

Das sind erst mal die Kurse die feststehen. Vielleicht wird noch der eine oder andere Kurs dazukommen. Und selbstverständlich wird es auch genug Raum für Freigefechte und Austausch geben.
 
Anmelden könnt Ihr Euch unter folgender Mailadresse: thfm@twerchhau.de
 
Noch ein paar Informationen rund um die Veranstaltung:
 
Verpflegung: Wir werden uns so gut es geht bemühen, auch für das Drumherum zu sorgen. So wollen wir für Freitag und Samstag in einem Lokal in der Nähe der Halle Tische reservieren. In den Mittagspausen wollen wir durch einen Caterer Essen liefern zu lassen. Das wird dann auch der Teil werden, für den Ihr etwas bezahlen müsstet. Nähere Informationen zum Essen wird es im Juni geben.
 
Unterkunft: Bei unserer überschwänglichen Planung wollten wir Euch ein Rundum Sorglos-Paket anbieten, so wie wir es vom ersten Treffen bei In Motu kennengelernt haben. Leider ist Berlin nicht Nordhausen und Plätze in Jugendherbergen und Hostels sind in der Hauptstadt leider weit im Voraus ausgebucht. Dies und die Tatsache, dass wir mit keiner genauen Teilnehmerzahl planen können, macht es uns leider unmöglich, allen Teilnehmern eine gemeinsame Unterbringung anzubieten. Wir mussten uns daher gegen diesen Service entscheiden.

Ihr müsst also für Eure Unterkunft selbst sorgen.

Damit Ihr nicht lange suchen müsst, hier einige Empfehlungen zu Unterkünften in der Nähe der Sporthalle der Otto-Hahn-Schule (Buschkrugallee 63, 12359 Berlin / nähe U7 Station: Grenzallee)

Centro Park Hotel Berlin Neukölln (direkt gegenüber der Halle), Hotel Britz,
Hotel am Buschkrugpark, Ibis Berlin Neukölln, Hotel Britzer Tor, 2A Hostel

Sowie einige Unterkünfte die gut mit der U-Bahn (U7) erreichbar sind:

Days Inn Berlin City South, Metropol Hostel
 
Kosten: Die Kosten beschränken sich auf das Essen.
 
 
Für die Kurse benötigtes Zeug und Voraussetzungen:

Montante Workshop:

Voraussetzungen: Keine Waffenspezifischen Vorkenntnisse erforderlich, jedoch sollte eine gewisses
Waffengefühl bereit vorhanden sein.
Schutzausrüstung: Keine.
Waffen: Begrenzte Anzahl an Leihwaffen ist vorhanden. Ansonsten ein Schwert/Waster
das einem mindestens(!) bis zum Schlüsselbein reicht. Oder ein Schulter- bis Scheitelhoher Stock.
Mangual Workshop

Voraussetzungen: Keine Waffenspezifischen Vorkenntnisse erforderlich, jedoch sollte eine gewisses
Waffengefühl bereit vorhanden sein.Vorher den Montante-Workshop besucht zu haben ist nicht notwendig, aber evtl. hilfreich.
Schutzausrüstung: Keine.
Waffen: Ein Flegel, mit idealer Weise drei Ketten. Die Kette(n) sollten etwa genauso lang, bzw. ideal etwas länger, als der Schaft sein. Gesamtlänge: Gut Schulterhoch. Begrenzte Anzahl an
Leihwaffen/Wastern vorhanden. Wer mit Stahl-Mangualen trainiert benötigt zwingend eine Fechtmaske! Sonst wird keine Schutzaßrüstung benötigt.
Bastelanleitung für relativ verletzungssichere Manguale für wenig Geld:
http://www.hf-westfalen.de/fechten/ausruestung/22-bauanleitung-mangual
PS Die Veranstaltung richtet sich nicht an am Fechten interessierte, sondern bereits ausübende Fechter welche die Grundlagen des Fechtens beherrschen.

Handschuhe für das Historische Fechten (mit Fokus Langes Schwert)

Hände sind Teil unserer Kraftübertragung auf das Schwert, aber auch unverzichtbar im Alltag. Deshalb ist der Schutz beim Training und im Freikampf mit Stahlwaffen besonders wichtig.

Um selbst herauszufinden, welche Schutzhandschuhe für mich am Besten infrage kommen, habe ich einfach so viele getestet, wie ich konnte. In diesem Beitrag findet ihr meine Einschätzungen zu den jeweiligen Produkten.

SPES Heavy Gloves 1


SPES – Heavy Gloves – ca. 160€

  • Schutz der Hand        +++
  • Schutz Handgelenk    +++
  • Beweglichkeit Finger  +
  • Handling am Schwert +/++
  • Tragekomfort               +++
  • Verarbeitung                +++
  • Schwachstelle: zu großer Handschuhkragen

Wer den bestmöglichen Schutz für seine Hände möchte, greift zu diesen Handschuhen. Einfach jeder Zentimeter Deiner Finger und sonstigen Handteile ist optimal geschützt. Selbst provozierte harte Schläge prallen unbeeindruckt an der Hartplastikschale ab. Der Schutzfaktor hat natürlich auch seinen Preis – die Mobilität der Finger leidet unter den umfassenden Fäustling. Auch blieb bei mir das ein oder andere Mal die Kreuzstange an der Plastikplatte zwischen Daumen und Zeigefinger hängen (kann aber bei Bedarf bspw. mit einer Pfeile angepasst werden). Aber im Fechten mit dem Langenschwert ist die Beweglichkeit der Finger ja eher zweitrangig. Den Unterarmkragen empfand ich als zu voluminös, denn er verringert die „Manövrierbarkeit“ in den oberen Huten. Positiv zu erwähnen ist der Tragekomfort, die Handschuhe sind zwar etwas schwer, jedoch hatte ich keine Druckstellen feststellen können. Der Innenhandschuh trägt sich angenehm.

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Neyman Thok 1

Neyman – Thok Gloves – ca. 165€

  • Schutz der Hand        ++/+++
  • Schutz Handgelenk    +++
  • Beweglichkeit Finger  +
  • Handling am Schwert +/++
  • Tragekomfort              +/++
  • Verarbeitung                +/++
  • Schwachstelle: Handgelenk

Die Thok Gloves werben mit einem separaten Zeigefinger, ursprünglich für Einhandwaffen entwickelt sollen sie trotzdem bei Schwertkämpfern beliebt sein. Die Verarbeitung ist eher mittelmäßig. Das Schutzmaterial ist aus einer Art Hartgummi, welcher in der Innenseite stark auf der Haut drückt. Bei meinen Thoks musste ich einen Handschuh darunter tragen. Dann stört das harte Material nicht weiter. Der Handschuhkragen ist bei Neyman eher kurz, was beim Tragen eines Gambis ein Vorteil ist. Die größte Schwachstelle ist das Handgelenk. Dieses ist nämlich völlig ungeschützt und ist lediglich von einem etwas dickerem Stoff überzogen. Einen weiteren Schwachpunkt sehe ich in der Größentabelle von Neymann, trotz genauer Messung war die gelieferte Größe L viel zu groß für meine Hand. Darunter litt die Beweglichkeit wie bspw. im Daumengriff. Letztlich habe ich mich in diesen Handschuhen nicht wirklich sicher gefühlt. Bei einem Vereinsmitglied hat sich das Leder der Handschuhinnenseite leider sehr schnell gelöst – Garantieabwicklung mit Neyman bleibt noch abzuwarten.

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Sparring Gloves The Hoof 1

Sparring Gloves – The Hoof – ca. 170€

  • Schutz der Hand         +++
  • Schutz Handgelenk     ++
  • Beweglichkeit Finger   ++
  • Handling am Schwert  +/++
  • Tragekomfort               ++
  • Verarbeitung                ++
  • Schwachstelle: Mittel- und Ringfinger

First things first, ich mag das Design und das Logo von SG. Das Logo wirkt modern, erinnert aber trotzdem an die Tudorrose.

Die Verarbeitung ist besser als bei den Thok von Neyman (beides polnische Hersteller), denn man kann diesen auch ohne Zweithandschuh tragen. Dennoch trage ich einen gepolsterten Handschuh in den Sparring Gloves, was den Tragekomfort ohne Gambi erhöht. Mit Gambi wird es allerdings etwas eng. Besonders durch den langen und gut anliegenden Handschuhkragen, der hier schon eher ein Unterarmschutz ist, wird das „schnell in die Handschuhe schlüpfen“ zu einer etwas längeren Ankleidungs-Aktions. Nichtsdestotrotz trotz gehören diese Handschuhe  einer meiner aktuellen Favoriten. Es gibt sich auch in der „Lobster“ Variante als Fäustling, hier entfällt die Schwachstelle zwischen Ring- und Mittelfinger, aber auch die Fingerbeweglichkeit nimmt ab.

Weiterhin gibt es die Handschuhe mit aufgenähten Lederstreifen, oder wie bei mir, mit Kunststoffband. Dieses franste bei mir relativ schnell. Mit meinem Lötkolben konnte ich zwar eine saubere „Schmelzlinie“ erzeugen, aber das ist ja eigentlich nicht meine Aufgabe.

Nach jetzt 4 Monaten normalen Gebrauchs (ca. 30h Tragestunden) ist das Material im Inneren des Handschuhs durchgerieben. Diesen starken Abrieb kann ich mir nicht erklären, denn ich habe weder scharfe Kanten an meinem Gehilz oder Pommel, noch habe ich mich mit Halbschwerttechniken an schartigen Klingen probiert. Garantieabwicklung mit SG bleibt abzuwarten, der Kontakt zum Distributor Trainingschwert.eu lief sehr reibungslos.

 

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Neyman – Inigo Montoya 2 Version 1

 Neyman – Inigo Montoya 2 Version – ca. 190€

  • Schutz der Hand         +++
  • Schutz Handgelenk     +(+ mit Zusatz)
  • Beweglichkeit Finger   +++
  • Handling am Schwert  +++
  • Tragekomfort               ++
  • Verarbeitung                +++
  • Schwachstelle: evtl. Schläge zw. die Finger

Nach über 3 Monaten Wartezeit kann ich meine Liste erweitern. Die Inigo Gloves gibt es in einer Light und in einer Heavy Variante für den Schwertkampf.
Der Kundensupport bei Neymann war sehr kommunikativ, ich bin bestimmt nicht der einfachste Kunde, besonders nicht, wenn ich so lange auf ein Produkt warten muss und immer wieder vertröstet werde. Aber Neymann hat stets sehr schnell geantwortet und auch etwas für die Wartezeit draufgelegt, so habe ich einen zusätzlichen Gelenkschutz (nicht auf den Fotos) und mein eigenes Wappen auf den Gloves bekommen. Man muss die Jungs allerdings mehr als zweimal an ihre Versprechen erinnern.

Ich fasse hier die Fakten der zweiten Version zusammen: Die Verarbeitung finde ich hier besser als bei den Thok Gloves, denn bei diesen ist der Innenhandschuh fest vernäht. Der Lederhandschuh trägt sich auch angenehm. Beim ersten intensiven Test haben sich zwar ein paar Blasen an den Fingern gebildet, aber ich denke, das Material muss erst noch eingearbeitet werden. Die Hand liegt in der zweiten Version viel besser im Schutzhandschuh und wird durch einen neuen Verschluss in der Handfläche gehalten. Die Knoten drücken nicht mehr so und die Plastikplatten sind dünner, aber schützen genau so gut wie die alten. Weiterhin sind Daumen und die restlichen Fingerkuppen nun besser verarbeitet.

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Progauntles –  – ca. 300€

  • Schutz der Hand         ???
  • Schutz Handgelenk     ???
  • Beweglichkeit Finger   ???
  • Handling am Schwert  ???
  • Tragekomfort               ???
  • Verarbeitung                ???
  • Schwachstelle: ???

Ich hoffe ihr könnt euch einen Überblick verschaffen.
Beste Grüße Tom

 

HEMA Swordtrip 2016

Am 29.6 und 30.6.2016 hatten wir Besuch von Ingolf und Sebastian. Denn im Zuge ihres HEMA Swordtrips waren wir einer der Vereine / Schulen die sie heimsuchten 🙂 Die HEMA Tour ist wie ich finde ein ziemlich cooles Projekt, indem Ingolf und Sebastian mit einem Wohnmobil eine Tour durch Deutschland machen, bei der Sie einige Fechtvereine / Schulen besuchen und an deren Training teilnehmen.
Bei Ihrem Besuch nahmen Ingolf und Sebastian bei uns an den Trainings Langes Schwert, Dolch und langes Messer Teil.
Für Ihre Tour hatten Ingolf und Sebastian auch ein paar Fechtausstatter als Sponsoren gewinnen können. Die Sponsoren haben den beiden für die Tour einige Einzelstücke aus ihrer Produktpalette mitgegeben, um sie in den Vereinen vorzustellen.
So hatten wir die Gelegenheit die Stücke mal in die Hand zu nehmen und zu begutachten. Was natürlich einen besseren Eindruck vermittelt, als die Sachen nur im Netz zu sehen.
Am Donnerstag waren wir dann nach dem Training zusammen noch etwas essen, um den Besuch so in einer netten Runde ausklingen zu lassen und noch ein wenig fachzusimpeln.
Auf jeden Fall haben wir uns über den Besuch sehr gefreut und hoffen darauf bald mal weder zusammenzutreffen.
Nicht zu vergessen, den beiden viel Spaß auf Ihrer weiteren Tour. Die Berichte über Ihre Reise könnt Ihr auf der Webseite der Beiden genießen. http://swordtrip.com/